Über Einstein's Sonstiges
Cousin Robert Einstein
Am 3. August 1944 wurden in der Nähe von Rignano sull’Arno die Frau und die beiden Töchter von Einsteins Cousin Robert von uniformierten Deutschen, vermutlich aufgrund der Verwandtschaft zu Albert Einstein, erschossen. Als Folge der Tat, die als Fall Einstein bekannt ist, beging Robert Einstein am Hochzeitstag 1945 Suizid. Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg versuchte am 23. Februar 2011, den Dreifachmord durch eine Ausstrahlung in der Sendung Aktenzeichen XY … ungelöst aufzuklären. Nach der Sendung gingen Dutzende Hinweise ein, die sich jedoch als nicht zielführend erwiesen. Das später aufgrund einer Aussage der damals anwesenden Nichte eingeleitete Verfahren gegen einen in Kaufbeuren lebenden mutmaßlichen Täter wurde wegen Verhandlungsunfähigkeit eingestellt, ohne dass seine mögliche Tatbeteiligung öffentlich aufgeklärt wurde.[1][2] Die Taten sind also bis heute nicht aufgeklärt.
Handschrift

Albert Einsteins Handschrift wurde in einem Kunstprojekt von Elizabeth Waterhouse und dem Typographen Harald Geisler als Font digitalisiert. Dieser ermöglicht es, auf dem Computer oder Smartphone Texte in Einsteins Handschrift zu verfassen.[3] Das Projekt wurde 2015 in Zusammenarbeit mit dem Albert Einstein Archiv Jerusalem auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter vorgestellt und von 2334 Unterstützern finanziert.[4] Der Font enthält mehrere Varianten von jedem Buchstaben, die jeweils auf Vorlagen von Einsteins Manuskripten basieren, diese unterschiedlichen Buchstaben werden automatisch während des Schreibens angepasst und erzeugen ein natürliches Schriftbild.[5]
Der Albert-Einstein-Font wurde verwendet, um den Briefwechsel zwischen Einstein und Sigmund Freud nachzustellen. 2017 zum 85. Jubiläum des Briefwechsels, der 1933 unter dem Titel Warum Krieg? veröffentlicht wurde, stellte Harald Geisler in Zusammenarbeit mit dem Sigmund Freud Museum und dem Albert Einstein Archiv das Projekt auf Kickstarter vor.[6] Unterstützer erhielten die Briefe in der Handschrift des jeweiligen Autors und konnten diese an Politiker ihrer Wahl senden.[7] Versendet wurden die Briefe vom gleichen Ort und Tag wie 1932, Einsteins Brief am 30. Juli aus Caputh und Freuds Antwort im September aus seiner Wohnung in Wien.[8]
- ↑ Sven Felix Kellerhoff: 67 Jahre nach der Tat: Die ewige Suche nach dem Mörder der Einsteins. In: Welt.de. 21. Februar 2011, abgerufen am 6. März 2023.
- ↑ Stefan Dosch: Einsteins Nichten: Die tragische Geschichte von zwei Schwestern. In: augsburger-allgemeine.de. Abgerufen am 23. März 2023.
- ↑ Der Typo-Tüftler – Schreiben wie Einstein. In: Deutschlandfunk Nova. Deutschlandradio, 7. Juli 2015, abgerufen am 14. Juli 2018.
- ↑ Albert Einstein Font. In: Kickstarter.com. Abgerufen am 14. Juli 2018.
- ↑ Holger Dambeck: Schreiben wie Albert Einstein. In: Spiegel online. 5. Juli 2015, abgerufen am 14. Juli 2018: „Tausende Seiten Text hat Albert Einstein der Nachwelt hinterlassen – viele davon handschriftlich. Ein Künstler aus Frankfurt will aus den elegant geschwungenen Buchstaben eine Schrift für den Computer machen.“
- ↑ Pen Pals – Einstein & Freud Handwriting Font. In: Kickstarter.com. Abgerufen am 2. August 2018.
- ↑ Anne Quito: In 1932, Einstein asked Freud for a psychological cure to war. Now you can send their correspondence to hotheads anywhere in the world. In: Quartz. 20. Juli 2017, abgerufen am 2. August 2018.
- ↑ Noémie Jennifer: New Project Lets You Reenact Einstein and Freud’s Remarkable Correspondence. In: Vice. 21. Juli 2017, abgerufen am 2. August 2018.