wandeln
Wandel + n | wandelen | "hin und her wenden"; in übertragenem Sinne (mhd.) ‘hin und her überlegen, gerichtlich verhandeln’.; etwas in etwas anderes verändern, tauschen, übertragen;
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¦⊕¦ wandel erwirkt oder bewirkt ein verändern, wechsel, tauschen eines Daseins undoder Zustand;
¦⊗¦ ‘(sich) ändern, langsam gehen, hin und her gehen’; Als Ausgangsbedeutung für das Iterativum ist ‘wiederholt wenden, hin und her wenden’ anzusetzen, woraus in übertragenem Sinne (mhd.) ‘hin und her überlegen, gerichtlich verhandeln’. Aus der intransitiven Gebrauchsweise ‘sich hin und her wenden’ entwickelt sich bereits im Ahd. ‘sich mit etw. abgeben, befassen, mit jmdm. verkehren’ (vgl. handeln und wandeln ‘verkehren’, bis ins 18. Jh.) einerseits und im 14. Jh. ‘gehen, wandern, reisen’ andererseits, so daß daraufhin wandeln semantisch mit wandern übereinstimmen kann.
Luther unterscheidet in seiner Bibelübersetzung wandeln ‘auf kleinerem Raum hin und her gehen’ von wandern ‘eine größere Strecke zurücklegen’.
wandeln wird durch Klopstock im Sinne von ‘eine kurze Strecke hin und her spazieren’ wieder belebt.
Die Bedeutung ‘ändern’ (bereits im Ahd. auch ‘wechseln, tauschen’) ist als ‘in eine andere Richtung wenden’ zu verstehen.
¦√¦ uig. *wendʰ- (“wenden, winden, flechten”); uig. *u̯endh- ‘drehen, winden, flechten’ (mit der Wortfamile enthalten wandeln, wandern, wenden, wert und weitere ähnliche Wortbildungen);
¦↵¦ ugerm. *wandōną; ist eine Iterativbildung zu einem in ahd. wantōn ‘wenden, verwandeln, sich ändern’ (8. Jh.), mhd. wanten ‘drehen’, aengl. wandian ‘zaudern, zurückschrecken, ablassen’ belegten Verb, das ablautend zu den unter wenden und winden behandelten Verben steht; aengl. wandian ‘zaudern, zurückschrecken, ablassen’; ahd. wantalōn ‘(sich) hin und her wenden, sich mit etw. abgeben, mit jmdm. verkehren, handeln, ändern, verwandeln’ (8. Jh.); mhd. wandeln ‘rückgängig machen, tauschen, wechseln, ändern, wenden, gerichtlich verhandeln, Ersatz leisten, tadeln, strafen’, intransitiv ‘wandern, reisen, gehen’;
mhd. wanten ‘drehen’, aengl. wandian ‘zaudern, zurückschrecken, ablassen’ belegten Verb, das ablautend zu den unter wenden und winden behandelten Verben steht.
Als Ausgangsbedeutung für das Iterativum ist ‘wiederholt wenden, hin und her wenden’ anzusetzen, woraus in übertragenem Sinne (mhd.) ‘hin und her überlegen, gerichtlich verhandeln’.
From Proto-Indo-European *wendʰ- (“to turn, wind, braid”).
*wandōną
From Middle English wand, wond, from Old Norse vǫndr (“switch, twig”)[1], from Proto-Germanic *wanduz (“rod”), from Proto-Indo-European *wendʰ- (“to turn, twist, wind, braid”). Cognate with Icelandic vendi (“wand”), Danish vånd (“wand, switch”), German Wand (“septum”), Gothic (wandus, “rod”).