Struktur
strukt + -ur | f. ‘Gefüge, Bau, äußere und innere Gliederung, Anordnung der einzelnen Teile eines Ganzen und ihr Verhältnis zueinander’, mhd. structūre ‘Bauart, Bauweise eines Gebäudes’ (13. Jh., vereinzelt), Structur (16. Jh.), danach allgemein im Sinne von ‘Grundanlage, innerer Aufbau, Gefüge aus voneinander abhängigen Teilen’, entlehnt aus lat. strūctūra ‘ordentliche Zusammenfügung, Ordnung, Bauart, Bau(werk)’, übertragen ‘Ordnung, Aufbau (der Rede, Worte, Gedanken)’; zu lat. struere (strūctum) ‘schichtweise übereinanderlegen oder nebeneinanderlegen, aufschichten, aneinanderfügen, errichten, ordnen’.
lat. structūra. (abstrakt) die Praxis oder der Prozess des Bauens, Bauens; (auch Grammatik) die Methode, Form, Struktur oder Anordnung von irgendetwas; (Beton, Bau) Mauerwerk, Mauerwerk; Zement (das Ergebnis der Anwendung einer bestimmten Bautechnik);
lat. struō “bauen”; "etwas übereinander legen, stapeln, zusammenfügen" + -tūra '-ung' Hptw. Endung, gegenständliches Handeln.
uital. *strowō (mit falschen c in struxī and structum), von uig. *strew- “streuen, ausbreiten”. Verwandt mit ahd. strō "Stroh", strewen, strouwen "streuen" aengl. strewian, engl. strew, anord. strá.