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der, die, das

aus AufEinWort, der freien Forschung
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der, die, das | n. Fürwort und Artikel, welche auswählend, zeigend, bestimmend sind.

aus uig. ererbte Demonstrativpronomen übernimmt in den westgerm. Sprachen auch die Funktion des bestimmten Artikels (ähnlich wie im Griech.) und zum Teil des Vhnw..

Am Formenbestand sind zwei verschiedene Stämme beteiligt.

Ahd. ther m., thiu f., thaʒ n., mhd.  der m., diu f. (md. die), daʒn.,

asächs. thē̌, thie m., thiu f., that n., mnd. dē, di(e) m., dǖ, dē, di(e) f., dat n., mnl. die, de m. f.,dat, datte n., nl. de m. f. n., aengl. þæt n., engl. the, that m. f. n., anord. þat n., got. þata n.

gehören wie aind. tát n. ‘dieses’, grie. tó (τό) n. ‘das’, lit. tàs m. ‘der, dieser’, tà f., aslaw. tъ m. ‘der, dieser’, ta f., to n., russ. tot, ta, to (тот, та, то)

und der zweite Bestandteil von lat. iste m. ‘der da, dieser, jener’, ista f., istud n.

zu einem Pronominalstamm uig. *te-, *to-, der auch in allen obliquen Kasus auftritt.

Daneben stehen im Nominativ Sing. Mask. und Fem. asächs. sē m.,aengl. sē̌ m., sēo f., anord. sā m., sū f., got. sa m., sō f.,

die wie aind. sá, sáḥ m., sā́ f., grie.ho (ὁ) m., hē (ἡ) f. einen mit s- anlautenden Stamm (uig. *so m., *sā f.,

daneben die z. B. im Aengl. weiterlebenden Varianten uig. *soi m., *si̯ā f.) voraussetzen.

In den ger. Sprachen werden die s-Formen schon früh aufgegeben und (im Ahd. vor der Überlieferung) durch analoge Bildungen den übrigen Kasus angeglichen.