Aoristos Dyas
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aóristos dyás vgl Platon's ungeschriebene Lehre
- Die indefinite Dyade ist in der späteren platonischen Prinzipienlehre das zweite Grundprinzip neben dem Einen. In der üblichen Rekonstruktion steht das Eine für Einheit, Bestimmtheit und Maß, während die indefinite Dyade für Vielheit, Unbestimmtheit, Mehr und Weniger steht. Diese Lehre ist nicht in einem platonischen Dialog systematisch ausgeführt, sondern wird vor allem aus Aristoteles’ Berichten über Platons spätere bzw. „ungeschriebene“ Lehre erschlossen.
- Die altgriechische Benennung lautet gewöhnlich:
- Eng verbunden damit ist bei Aristoteles auch die Umschreibung:
- τὸ μέγα καὶ τὸ μικρόν
- = „das Große und das Kleine“.
- Gerade diese Wendung wird in der Forschung als eine aristotelische bzw. doxographische Bezeichnung für dasselbe oder eng Dasselbe in Platon's ungeschriebene Lehre behandelt:
- die indefinite Dyade als Prinzip der Unbestimmtheit und der Zweifachheit von Mehr/Weniger, Groß/Klein
- τὸ μέγα καὶ τὸ μικρόν
- Für dein Begriffsverständnis ist die knappste Fassung also:
- Wichtig ist dabei noch dies:
- Diese Prinzipien gelten in der Forschung als Platons spätere Metaphysik, nicht als sicherer Bestandteil der frühen Dialoglehre, und gerade deshalb ist Vorsicht nötig, sie nicht ohne weiteres mit Philolaos’ περαίνοντα / ἄπειρα gleichzusetzen, auch wenn antike und moderne Autoren deutliche Zusammenhänge sehen.
- Die SEP zum Pythagoräismus sagt ausdrücklich, daß Platons one and indefinite dyad klar mit den Prinzipien von limit and unlimited verbunden sind.
- Verfälschung u Monade und Dyade siehe Pythagoräische Memoiren