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textum

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text––um ‘Gewebe, Geflecht, ...’.

Latein
Substantiv
textum

Akkusativ Singular von textus

textum[1], ī, n. (texo), I) das Gewebe, a) eig., Ov. u.a. – b) übtr., für alles Zusammengefügte, das Geflechte, Gewinde,pinea (navis), Ov.: clipei, Verg.: texta rosis facta, Rosenkranz, Mart. – II) bildl., v. stilist. Zusammenfügung, das Gewebe,dicendi textum tenue, Quint. 9, 4, 17.

textum

  • textum ist das substantivierte 2. Partizip (Supinum) des lateinischen Verbs texere, was „weben“, „flechten“ oder „kunstvoll zusammenfügen“ bedeutet.
  • Bedeutung: textum (und das verwandte textus) bedeutet wörtlich „Gewebe“, „Geflecht“ oder „Struktur“.
  • Metaphorische Entwicklung: Von der wörtlichen Bedeutung des Gewebes übertrug sich der Begriff in der Antike (z.B. bei Cicero) auf die Sprache, um den „Zusammenhang der Rede“, die „dichte Struktur“ oder den „Stil“ eines Textes zu beschreiben.

Zusammenhang:

Der Begriff Text versteht Sprache somit als ein „Gewebe“, bei dem Worte und Sätze wie Fäden miteinander verflochten sind. Auch das Wort Textilie stammt von texere

  1. ↑ Quelle: Karl Ernst Georges: Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch. Hannover 81918 (Nachdruck Darmstadt 1998), Band 2, Sp. 3098. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20002690497 Lizenz: Gemeinfrei