krumm
krum + -m | ‘nicht gerade, bogen-, wellenförmig’, übertragen ‘unehrlich’, ahd. krumb (8. Jh.), mhd. krump, asächs. krumb, mnd. krum, aengl. crumb, mnl. cromb, crom, nl. krom, mit intensivierender Konsonantendoppelung ahd. -krumph ‘gekrümmt, gewunden’ (in sītakrumph, 11. Jh.), mhd. krumpf stellen sich als schwundstufige Bildungen mit den ablautenden, unter Krampf behandelten Formen sowie mit lit. grubùs (aus *grumbùs) ‘holprig, hart’ und möglicherweise aslaw. grǫbъ ‘einfach, ungelehrt, ungebildet’, russ. grúbyj ‘rauh, roh, grob’ zu uig. *grembh-, gremb-, *gremp-, einer nasalierten Lippenlauterweiterung der Ww. uigf. *ger- ‘drehen, winden’ (zu der auch Kringel, Kranz, Krapfen, Krume, kriechen, krauchen, Krücke, Krüppel, Kropf und, falls nicht entlehnt, Krug1 gehören).