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Werk:TDPC/21.1

aus AufEinWort, der freien Forschung
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▷Cardinalis: Iam intelligetis facilius, quomodo concordabitis theologos, quorum alter dicit sapientiam quae deus omni mobili mobiliorem et verbum velociter currere et omnia penetrare atque a fine ad finem pertingere atque ad omnia progredi. Alius vero dicit primum principium fixum immobile stare in quiete, licet det omnia moveri, quidam quod simul stat et progreditur, et adhuc alii quod neque stat neque movetur. Ita quidam dicunt ipsum generaliter in omni loco, alii particulariter in quolibet, alii utrumque, alii nullum. Haec et his similia facilius per hoc speculare medium capiuntur, licet infinite melius haec omnia sint in deo ipse deus simplex, quam per dictum paradigma etiam per cuiuscumque altissimum saltum.


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KARD: Nun werdet ihr schon leichter verstehen, wie ihr die Theologen miteinander in Einklang bringen könnt, von denen der eine sagt, die Weisheit, die Gott ist, sei beweglicher als jedes Bewegliche[1] und das Wort laufe schnell und durchdringe alles[2] und es reiche von einem Ende zum anderen[3] und dringe vor zu allem. Ein anderer dagegen sagt, der feste erste Ursprung verharre unbeweglich in Ruhe, wenn er auch allem verleiht, daß es sich bewegt.[4] Einige sagen, daß er zugleich stehe und fortschreite, und wieder andere, daß er weder stehe noch sich bewege.[5] So sagen die einen, er sei allgemein an jedem, die anderen, er sei im besonderen an jedem beliebigen Ort.[6] Wieder einige behaupten beides[7], [8] Dies und Ähnliches wird durch dieses spiegelartige Mittel leichter erfaßt, wenngleich das alles in Gott unendlich besser der einfache Gott selbst ist, als es je durch das genannte Beispiel, und sei es im allerhöchsten Aufschwung von wem auch immer, (erfaßt werden könnte).

Kardinal: Nun versteht ihr schon leichter, wie ihr die Theologen miteinander in Einklang bringen könnt; einer sagt, die Weisheit, welche Gott ist, sei beweglicher als alles Bewegliche, das Wort laufe schnell, durchdringe alles, reiche von Ende zu Ende und gelange zu allem; ein anderer sagt, der erste Ursprung sei fest und unbeweglich und stehe in Ruhe, wenn er auch allem seine Bewegung gibt; manche sagen, daß er zugleich stehe und fortschreite; und wieder andere, daß er weder feststehe, noch sich bewege; und genauso sagen die einen, daß er in allgemeiner Weise in jedem Ort sei; andere wieder, daß er in besonderer Weise an jedem beliebigen sei; andere sagen beides, andere keines von beiden. Dies und Ähnliches begreift man leichter mit Hilfe jenes Bildes, wenn es auch in Gott unendlich besser ist – Gott ist ja einfach –, als es durch das genannte Beispiel und durch jede, wenn auch noch so hohe Erhebung, erfaßt werden kann.