Weih
Weih, Weihe 1 | weih | heute meist Weihe; Name eines in mehreren Arten auftretenden Greifvogels (im 17. Jh. entwickelt aus den schwachen Mrz.-Formen des Maskulinums), ahd. wīom. (8. Jh.), mhd. wīe, wīge, wīhe, wīwe m., mnd. wīe, wīge m. f., mnl. wīwe, wīe, wūwe, wouwe, nl. wouw m.; vgl. auch den zweiten Wortteil in anord. langvē m. ‘Alk’ (Art wilde Fettgans). Herkunft unbekannt.
Vielleicht zu der unter Weide2 dargestellten Ww. uig. *u̯ei-, *u̯eiə- ‘gehen, auf etw. losgehen, etw. erstreben, erjagen, verfolgen, ersehnen’ sowie ‘Weg, Reihe’ gehörig und als ‘Jäger’ zu deuten? Oder angesichts einer Grundform ger. *wīwa- lautnachahmenden Ursprungs?
Weitere Erklärungsversuche bei Ahd. Tierbezeichnungen (1973) 168 ff. Gabelweihe f. Rotmilan, mit auffällig gegabeltem Schwanz (18. Jh.).