ringen
ringen1 | ring + en | ‘einen Ring bilden, mit einem Ring versehen’ (vereinzelt bis ins 18. Jh., heute unüblich).
Als schwaches Tw. vom Hptw. abgeleitet, ahd. hringen, ringen ‘zu einem Kreis formen’ (um 1000; vgl. gihringen, giringen ‘einen Kreis bilden, umgürten’, 10. Jh.), hringōn, ringōn ‘(im Kreis) aufstellen’ (9. Jh.), mhd. ringen ‘mit einem Ring versehen’; dazu die Vorsilbentätigkeitswort beringen Tw. ‘mit einem Ring versehen’, mhd. beringen ‘umzingeln’;
ringen2 | ring + en | Tw. ‘mit drehenden, kreisenden Bewegungen, mit Griffen und Schwüngen paarweise kämpfen, sich mühen, sich anstrengen’. Das starke Tw. ahd. hringan, ringan ‘kämpfen, sich abmühen’ (8. Jh.), mhd. ringen, mnd. mnl. nl. (älter) ringen ‘kämpfen’ (wger. *hrengan) stellt sich im Sinne von ‘sich im Kreis bewegen, sich hin und her bewegen, sich mühen, kämpfen’ zu der unter Ring angegebenen nasalierten Erweiterung uig. *s'krengh-, *krengh- der Ww. uig. *sker-, ker- ‘drehen, biegen, kreisend bewegen’.
Die vornehmlich in md. Mundarten neben unzielendem ‘kämpfen’ begegnende zielende Bedeutung ‘drückend winden, drehend zusammenpressen, Wasser aus der Wäsche wringen’ stammt dagegen unter Verlust des anlautenden w- aus nordd. ring,-en
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