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Weibel

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Weibel | Weib + el | Webel, m. ‘Amtsbote, Gerichtsdiener’, ahd. weibil (um 1000), mhd. weibel ist Nomen agentis mit der Endsilbe ger. -ila zum Tw. ahd. weibōn (10. Jh.), mhd. weiben ‘sich hin und her bewegen, drehen, schwanken, schweben’.

Weibeln, Webel, Feldweibel, Feldwebel,

weib,elHerkunft ungewiß. Vielleicht verwandt mitanord. veifa ‘schwingen, werfen’? Auch eine Verbindung mit weben ist zu erwägen.

Weibel ist als ‘Amts-, Gerichtsdiener, Gerichtsbote’, also ‘ein in Amtsgeschäften Tätiger’, ein alem. Wort, belegt bei obd., vornehmlich schweiz., schwäb. Schriftstellern (auch Schiller, Tell). Der militärische Gebrauch im Sinne von ‘Stadtknecht, Unterführer im Heer, im Felde’ reicht jedoch bis in den md. Raum.

Dazu die Wortbildung Feldweibel| Feld + Weibel | (16. Jh.), woraus (mit omd. Selbstlautbildung von ei zu e) Feldwebel | Feld + Webel | m. Unteroffiziersdienstgrad (17. Jh.).