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materia mathematica secundo prima

aus AufEinWort, der freien Forschung
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materia mathematica secundo prima ausgedehnte Materia (materia extensa) heißt mathematische Materia zweiterster (Ordnung), weil sie — wie allgemein angenommen wird — unter Quantitas und unter körperlicher Form das Subjekt der Generation (des Werden) ist.

Sie heißt mathematica, weil sie als quantifizierte, ausgedehnte, dimensionierte Materia gedacht wird. Mathematik meint im mittelalterlichen Wissenschaftsschema vor allem die Betrachtung von Quantitas, Größe, Zahl, Maß, Dimension, Ausdehnung.

Das passt zur scholastischen Unterscheidung: Thomas von Aquin sagt etwa, mathematische Quantitas abstrahiere nicht von materia intelligibilis, sondern von materia sensibilis; das heißt: Mathematik lässt sinnliche Qualitäten beiseite, behält aber die intelligible Dimensionalität / quantitas. In De ente et essentia nennt Thomas „bezeichnete Materia“ (materia signata) die Materia, die unter bestimmten Dimensionen betrachtet wird. vgl. materia extensa