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Bande

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Bande1 | Band3 + e | f. ‘Rotte, Horde, Schar’ von Soldaten, Musikanten, zu Anfang des 15. Jhs. aus mfrz. frz. banda got. ‘Truppe’ entlehnt.

Dies ist über gleichbed. aprov. banda entweder unmittelbar aus dem Germ. herzuleiten (vgl. got. bandwa f. neben got. bandwa, bandwō f. ‘Zeichen’) oder durch Vermittlung von spätlat. bandum (Mrz. banda) ‘Feldzeichen’, mlat. auch ‘Truppenabteilung’, aus dem Germ. entlehnt. Für das Roman. ist von einer Bedeutung ‘Truppe unter einer gemeinsamen Fahne’ (vgl. nhd. Fähnlein) auszugehen. Der im heutigen Dt. vorherrschende abschätzige Sinn entwickelt sich im 18. Jh. aus Verbindungen, in denen Bande auf Gesindel, Diebe, Räuber bezogen wird.

Bande2 | Band3 + e | f. ‘erhabener fester Rand, seitliche Einfassung’ einer Fläche (Billardtisch, Spielfeld) oder einer Bahn (Kegelbahn, Reitbahn).

Als Entlehnung (18. Jh.) von gleichbed. frz. bande hat es seine Vorstufe in afrz. bende, bande ‘Binde, Band’, das selbst germ. Ursprungs ist und auf ein Verbalsubstantiv (vgl. ahd. binta, nhd. Binde) zu binden entweder unmittelbar oder über lat. Vermittlung (vgl. mlat. binda, benda) zurückgeht.