Fittich
Fitt + -ich | m. ‘Schwinge, Flügel’, ahd. feddā̌h (9. Jh.), später auch fettā̌ch, mhd. vettache, vetache, vettache, vetach, vetteche, vetteche, vettech, vetech, vittich, vitich;
Heute fast nur noch dichterisch, in heutiger Form seit Luther, ist als (wohl im Gedanken an heftigen Flügelschlag) geminierte Form verwandt mit Feder und gehört wie dieses zur Ww. uig. *pet(ə)- ‘auf etw. los-, niederstürzen, fliegen, fallen’.
Mit Vetter ‘Vaterbruder, Brudersohn’ mnd. veddere, vedder besteht Gleichklang zu Feder ahd. mhd. vedere, vedder, veder in vielen Mudarten. Es ist denkbar, dass Aufgrund des Gleichklang eine Begriffsbildung mit Vetter, Feder, "Flügel stutzen (kürzemnn) erfolgte, da Kinder oft zur Erziehung, Sorge, oder Besserung den Vettern unterstellt wurden. (21. Jh. ndt.).