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Neigung

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neig-ung f. ‘Zuneigung, freundschaftliche Gesinnung’,

  • mhd. neigunge; dann auch ‘geneigte Haltung, Lage’ (2. Häfte 16. Jh.).

Neigung steht für:

In der Technik:


Siehe auch:

Wiktionary: Neigung – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen


Neigung (Deutsch)


Singular Plural
Nominativ die Neigung die Neigungen
Genitiv der Neigung der Neigungen
Dativ der Neigung den Neigungen
Akkusativ die Neigung die Neigungen

Worttrennung:

Nei·gung, Plural: Nei·gun·gen

Aussprache:

IPA: [ˈnaɪ̯ɡʊŋ]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Neigung (Info)
Reime: -aɪ̯ɡʊŋ

Bedeutungen:

[1] Vorgang des Schrägstellens
[2] Ergebnis: leichte Schräglage/ Schrägstellung
[3] Interesse, Sympathie, Vorliebe für etwas
[4] Hang zu etwas
[5] gefühlsmäßige Hinwendung zu Personen

Herkunft:

[5] mittelhochdeutsch neigunge „Gewogenheit“[1]
Ableitung des Substantivs zum Stamm des Verbs neigen mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -ung.

Synonyme:

[3] Hinneigung
[5] Liebe, Zuneigung

Gegenwörter:

[3] Pflicht

Oberbegriffe:

[1, 2] Schrägstellung
[3] Vorliebe
[4] Drang
[5] Hinwendung

Unterbegriffe:

[1, 2] Sitzlehnenneigung

Beispiele:

[1] Er begrüßte sie mit einer leichten Neigung des Kopfes.
[2] Die Neigung des Weges war so gering, dass alle ihn ohne Mühe bewältigen konnten.
[3] Seine Neigung gilt besonders Italien.
[3] „Der junge Alexander zeigte eine Neigung zu langen Wanderungen.“[2]
[3] „Und das Unternehmen zeigt keinerlei Neigung, die lukrative Rohstoffförderung einfach so in die Hände Lumumbas zu geben – die Firma erzielt im Kongo etwa die Hälfte ihrer jährlichen Gewinne.“[3]
[3] „Ich rate allen jungen Männern, die keinen Alkohol trinken möchten, auf ihre eigenen Neigungen zu hören und nicht mit Leib und Seele den gedankenlosen Einflüsterungen anderer zu folgen.“[4]
[3] „Nicht nur unsere obszönen, auch unsere feindseligen Neigungen sind der Zensur unterworfen.“[5]
[4] Seine Neigung zum Alkohol wird ihm wohl noch zum Verhängnis.
[4] „Aus manchen Gesprächen mit Schefold kannte er die Neigung dieses schweren Deutschen, sich zu erregen, beispielsweise, wenn es um Bilder ging.“[6]
[4] „Eine gute Dosis Aberglauben war für mich stets bezeichnend, und heute ist mir klar, daß diese Neigung alle Wechselfälle meines so ungewöhnlichen Lebens beeinflußte.“[7]
[5] Seine homosexuellen Neigungen wurden von seiner Familie ganz normal aufgenommen.
[5] Die Neigung seiner Familie hatte er sich mit seinem Lebenswandel verscherzt.
[5] „Er war bewegt, am bewegtesten durch das rückhaltlose Geständnis ihrer Neigung.“[8]

Charakteristische Wortkombinationen:

[3] mit Verb: eine Neigung verspüren
[5] mit Adjektiv: sexuelle Neigung (Lautsprecherbild Audio (Info))

Wortbildungen:

[2] Neigungsgrad, Neigungswinkel