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xynós

aus AufEinWort, der freien Forschung
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xýn-ós agr. ξυνός, wrtl. mites (mit-es, daher gemeines); gemeinsam, gemein, gemeinschaftlich; heraklitisch stärker als bloß „allgemein“.

  • Es meint das, woran alle teilhaben oder worauf alle verwiesen sind.
  • Anm. KF: xynós und koinós entsprechen offenbar einander

xynós ist die ältere, besonders in den ionischen und attischen Dialekten (oft bei Homer und Heraklit) bezeugte Form des geläufigeren κοινός (koinós). Es bedeutet „gemeinsam“, „öffentlich“ oder „allgemein gültig“.

Seine etymologische Herkunft lässt sich wie folgt aufschlüsseln:

  • Stamm: Es leitet sich etymologisch von der älteren Präposition ξύν (xýn, „mit“ oder „zusammen mit“) ab, die später zu σύν (syn) wurde. Die Form ξύν ist die ältere Variante (sogar belegt im mykenischen Griechisch) und ist nah verwandt mit der indogermanischen Wurzel *ḱom.
  • Suffix: An diese Vorsilbe ist das adjektivbildende Suffix -oζ (-os) angehängt.
  • Bedeutungswandel: Ursprünglich bezog sich das Wort auf Dinge, die buchstäblich „zusammen mit(einander) geteilt“ oder „für alle zusammen verfügbar“ waren (etwa im Kontext von Kriegsbeute oder Erbschaften).

Berühmter philosophischer Gebrauch:

In der Philosophiegeschichte ist das Wort vor allem durch das Heraklit-Fragment B 2 bekannt geworden. Heraklit sagt darin: „ξυνοῦ λόγου“ (xunóu lógou), was bedeutet, dass der Logos (die weltordnende Vernunft) allen gemeinsam ist. Er kritisiert, dass die meisten Menschen jedoch so leben, als hätten sie ihre eigene, private Weisheit.