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Werk:Compendium/31

aus AufEinWort, der freien Forschung
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▷Quidquid igitur facit, per aequalitatem facit, et si creat, per ipsam creat, et si ostendit, per ipsam se ostendit. Non facit autem posse ipsum per aequalitatem se ipsum, cum non sit prius se ipso, nec facit per aequalitatem dissimile. Non enim aequalitas forma est dissimilitudinis et inaequalis. Id igitur, quod facit, simile est. Quidquid igitur est et non est ipsum principium, necesse est quod sit ipsius similitudo, cum aequalitas, quae non recipit magis et minus, non sit multiplicabilis seu variabilis sive alterabilis, sicut nec singulare; non enim est singularitas aliud quam aequalitas.

Was immer es macht, macht es durch die Gleichheit, und wenn es schafft, dann schafft es durch sie, und wenn es sich zeigt, dann zeigt es sich durch sie. Sich selber aber schafft das Können nicht durch die Gleichheit, da diese nicht früher ist als es selbst. Auch schafft es nicht Ungleiches durch die Gleichheit. Denn die Gleichheit ist nicht die Gestalt der Unähnlichkeit und des Ungleichen. Das also, was es macht, ist Ähnliches. Alles also, was ist und nicht der Ursprung selbst ist, muß notwendig dessen Ähnlichkeit sein, weil die Gleichheit, die kein Mehr und Weniger annimmt, nicht vervielfältigt oder abgewandelt oder verändert werden kann; ebensowenig wie das Einzelne. Die Einzigkeit ist ja nichts anderes als die Gleichheit. Der Gegenstand aller erkennenden Kraft kann also nichts anderes sein als die Gleichheit selbst, die sich in ihrer Ähnlichkeit zeigen kann.

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