Zum Inhalt springen

Gerücht

aus AufEinWort, der freien Forschung
Dies ist eine alte Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 18. Dezember 2023 um 11:47 Uhr durch Nikolaos (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „<span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-orth">Gerücht</span> <span class="etymwb-gramgrp"><abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="Neutrum">n.</abbr> </span></span>‘unbewiesene Nachricht, Gerede’, <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelniederdeutsch">mnd.</abbr> <span class="etymwb-mentioned">geruchte</span>, <span class="etymwb-mentioned">gerüchte</span> (neben <span class="etymwb-mentioned">rucht…“). Sie kann sich erheblich von der aktuellen Version unterscheiden.
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Gerücht n. ‘unbewiesene Nachricht, Gerede’, mnd. geruchte, gerüchte (neben ruchte) ‘Ruf, Leumund’ gehört wie lautlich entsprechendes (mit hd. ft gegenüber nd. cht, s. anrüchig, berüchtigt, echt, Nichte) ahd. gi(h)ruofti (10. Jh.), mhd. geruofte, frühnhd. Geruft(e), Gerüft(e) zu dem unter rufen (s. d.) behandelten Verb und bedeutet ursprünglich ‘Gerufe, Lärm, Getöse’, auch das ‘Hilfegeschrei’, mit dem der ertappte Verbrecher vor Gericht gezogen wird. Im Sinne von ‘gute oder böse Nachrede, Leumund’ gelangt Gerücht (um 1500) aus dem Nd. in die Literatursprache (von Luther verwendet, in obd.Bibeldrucken dafür Geschrei oder Leumund).