Relativistischer Pluralismus
Q: PluralismusRelativistischer Pluralismus
Die Idee eines relativistischen Pluralismus ist eng mit dem Werk Nelson Goodmans verknüpft.[1] Goodman argumentiert in seinem Werk, dass die Idee einer Welt an sich sinnlos sei, da man nicht von den menschlichen Perspektivenabstrahieren und eine Welt jenseits der Perspektiven beschreiben könne. Es gebe vielmehr eine Vielzahl von Perspektiven, etwa die Perspektive der Physik, der Ästhetik oder des Mentalen.
Wenn man jedoch nicht hinter diese einzelnen Perspektiven treten kann, ist auch die Idee einer Welt jenseits menschlicher Perspektiven sinnlos. Man müsse demnach anerkennen, dass jeder Beschreibungsweise eine eigene Welt entspricht. Da diese Welten erst durch den aktiven Sprachgebrauch der Menschen entstehen, kann man von einer Welterzeugungsprechen. Die Überzeugungskraft des relativistischen Pluralismus hängt im Wesentlichen von der Kohärenz des Relativismus ab. Das Postulat mehrerer von Menschen erzeugten Welten wird häufig kritisch hinterfragt.
- ↑ Nelson Goodman: Ways of Worldmaking. Hackett, Indianapolis 1978. (deutsch) Weisen der Welterzeugung. Suhrkamp, Frankfurt/M. 1984