Zum Inhalt springen

Hasselt (Cusanus)

aus AufEinWort, der freien Forschung
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 31. Juli 2026 um 13:12 Uhr durch Nikolaos (Diskussion | Beiträge) (Textersetzung - „Acta Cusanus Eintrag“ durch „Acta Cusana Eintrag“).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Legationsreise im Oktober 1451:

Vorgängerstation →Sint-Truiden (Legationsreise)

Zwischenstation (?) →Herkenrode (Legationsreise)

Nachfolgerstation →Tongern (Legationsreise)

Januar 1452:

Vorgängerstation (?) →Tongern (Legationsreise)

Nachfolgerstation →Löwen (Legationsreise)

Allgemein

Seit 1839 ist H. Hauptstadt der belgischen Provinz Limburg mit 71.543 Einwohnern (Stand: Januar 2008). Seit Bischof Maternus von Köln (4. Jahrhundert) ist das Christentum in H. bezeugt. Kurz nach der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1165 bekam H. die begehrten Lütticher Stadtrechte. 1967 wurde H. aus dem Bistum Lüttich herausgelöst und zu einem eigenständigen Bistum erhoben.

Chronologischer Abriss

9.-11. Oktober 1451

Beherbergung, Beköstigung des Cusanus und andere Auslagen im Zusammenhang mit seinem Aufenthalt in H. sind in der Baumeister-Rechnung der Stadt festgehalten. Vgl. AC I.3b n. 1868 ((bib:2072)), auch für die ausführliche Wiedergabe des Originals. In den Acta Cusana wird allgemein angemerkt, dass es für Cusanus’ Aufenthalt in und Beziehung zu H. bedeutend gewesen sein dürfte, dass → ((Dietrich von Xanten)) Pfarrer dieser Stadt war.

Zum 9. / 11. Oktober zugeordnet wird in den Acta Cusana die Nachricht im Diarium des Adriaan von Oudenbosch über die Verkündigung des Jubiläumsablasses durch Cusanus in Hasselt „pro Campiniensibus“. Vgl. ebd., n. 1879. Allerdings wurde hierbei Hasselt selbst schon zuvor - am 26./27. Sept. vgl. →Heinsberg (Legationsreise) - und am 19. Oktober nochmals zu →Lüttich(Legationsreise) ausdrücklich ausgeschlossen.

10. Oktober 1451, Sermo CVI

Cusanus hält eine Predigt mit dem Thema: Deus visitavit plebem suam (Serm. CVI). Vgl. AC I.3b n. 1871 ((bib:2072)). Ferner befasst er sich mit der Übertragung des Schutzes der „im Karmelitenkloster zu Moers eingeführten regularen Observanz gegenüber Anfeindungen nicht-reformierter Ordensbrüder“ (ebd., n. 1872) an die Äbte der Benediktinerklöster St. Pantaleon und St. Martin sowie an den Dekan von St. Andreas ebendort.

11. Oktober 1451

Cusanus verkündet im Rahmen seines Legationsbereichs „sein verschärfendes Dekret gegen Konkubinarier der Diözese Lüttich“ AC I.3b n. 1880 ((bib:2072)). Am gleichen Tag wendet sich das Kapitel von St. Marien zu Tongern an Cusanus und bittet ihn um „Absolutionsvollmacht für den Dekan des Kapitels bei Konkubinatsvergehen“ ebd., n. 1881, die der Kardinallegat tatsächlich erteilt.

12. Januar 1452

Von Köln via Löwen reisend erreicht Cusanus nach Maastricht und Tongern (?) auch H., wo er am 12. Januar 1452 übernachtet. Die Ausgaben für Beherbergung und Bewirtung des Cusanus sind in der Baumeister-Rechnung der Stadt festgehalten. Vgl. AC I.3b n. 2188.

Kirstin Zeyer

06.04.2009

zuletzt bearbeitet: 07.04.2009