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Gerhard von Siegen

aus AufEinWort, der freien Forschung
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Gerhardus de Monte (auch Gerhard von Siegen; gestorben nach 1480) war ein deutscher katholischer Theologe und scholastischer Philosoph. Er wirkte im 15. Jahrhundert als Professor und Rektor der Montaner-Burse an der Universität Köln und war ein bedeutender Vertreter des Thomismus.

Philosophische Ausrichtung: Als überzeugter Anhänger der Lehren des Thomas von Aquin vertrat er den Thomismus.

Kölner Gelehrtendispute: Er war maßgeblich an den philosophischen Kontroversen an der Kölner Universität beteiligt. Insbesondere lieferte er sich theologische Streitigkeiten mit Vertretern des Albertismus (der Lehre des Albertus Magnus), wie etwa Heymericus de Campo.

Wissenschaftliches Erbe: Er verfasste Kommentare zu verschiedenen Schriften von Aristoteles (unter anderem zu De caelo et mundo und Meteorologica), die zu Beginn des 16. Jahrhunderts auch im Druck erschienen.

Familie und Schüler: Sein Neffe war der ebenfalls sehr bekannte Kölner Thomist Lambertus de Monte, der von ihm ausgebildet wurde und später sein Nachfolger in der Kölner theoligischen Fakultät wurde.