Leier
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Lei + er | f. Die Bezeichnung für das antike, durch Zupfen oder Anschlagen zum Tönen zu bringende Saiteninstrument lat. lyra, grie. lýra ergibt die Entlehnung ahd. līra (9. Jh.), mhd. līre;
Leier abwertend häufig wiederholte, immer wieder vorgebrachte Äußerung, Klage o. Ä., mit der jemand einem anderen lästig wird.
Der Ausdruck geht im ausgehenden Mittelalter (14. Jh.) auf die mechanisch betriebene Drehleier (mlat. organistrum) über, deren Saiten durch eine Kurbel zum Klingen gebracht werden.
Zur Zeit des Humanismus wird Leier wieder Bezeichnung für die antike Lyra (16. Jh.), während das weiterentwickelte mechanisch betriebene Instrument Leierkasten.