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Gerbermühle

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Gerber + Mühle | (Wasserhof)

Die als Wassermühle gebaute Gerbermühle gehörte zum Wasserhof, einem befestigten Gutshof im sumpfigen, von vielen Wasseradern durchzogenen Gelände zwischen dem Fluss Main im Norden und dem Dorf Oberrad im Süden. Die Ausstattung des Hofes mit einer Mühle deutet darauf hin, dass die zum Gutshof gehörenden Felder genügend Erträge erbrachten, um den Betrieb einer eigenen Getreidemühle zu rechtfertigen … siehe Wikipedia Gerbermühle

Der mit Johann Jakob von Willemer befreundete Goethe besuchte die Familie Willemer in der Gerbermühle erstmals am 15. September 1814 und in diesem und dem darauf folgenden Jahr 1815 des Öfteren. In dieser Zeit lernte er Marianne von Willemer kennen, seit 1800 die „Ziehtochter“ des Geschäftsmannes, die dieser 1814 – kurze Zeit nach Goethes ersten Treffen mit Marianne – geehelicht hatte.

Zwischen Goethe, seinerzeit bereits 65 Jahre alt, und der um etwa 35 Jahre jüngeren Marianne entwickelte sich eine innige Beziehung, die auch in kreativer Hinsicht Früchte trug.[9] Dies kam im Buch Suleika, einem Teil des von Goethe 1819 veröffentlichten Werks West-östlicher Diwan, schon dadurch zum Ausdruck, dass darin drei Lieder aus der Feder von Marianne stammen: Hochbeglückt in deiner Liebe, Was bedeutet die Bewegung und Ach, um deine feuchten Schwingen. Goethe nahm sie stillschweigend auf, die wahre Urheberschaft wurde erst posthum bekannt … siehe Wikipedia Goethe und Marianne von Willemer

Es wird darüber hinaus oft behauptet, dass die Szene Vor dem Tor aus Goethes Werk Faust I mit dem bekannten Satz „Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein!“ durch einen Spaziergang vom Sachsenhäuser Mühlberg, wo die Willemers ein Gartenhaus besaßen (das heute Willemer-Häuschen genannt wird),[11][12] zur Gerbermühle nachvollziehbar sei und dass Goethe um das Jahr 1774 durch dieses Naturerlebnis zu diesen Versen inspiriert wurde. Ein Indiz dafür ist die Erwähnung des Wasserhofs, zu dem die Gerbermühle gehörte, in dieser auch als „Osterspaziergan (Vor dem Tor)“ bezeichneten Szene des Faust I. Dort findet zwischen den Spaziergängern der Dialog statt „Wir aber wollen nach der Mühle wandern.“ – „Ich rat Euch, nach dem Wasserhof zu gehn … siehe Wikipedia Goethe und Marianne von Willemer