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Lüster

aus AufEinWort, der freien Forschung
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Lüst + -er | meist prunkvoller, mit Prismen aus Glas o. Ä. reich verzierter Kronleuchter, frz. lustrer. lat lustrum (rituelle Reinigung), siehe Lüster.

Lüst + -er | m. ‘Glanz, Schimmer, dünner, metallisch glänzender Überzug auf Porzellan und Keramik’, auch ‘(mit geschliffenen Glasstücken verzierter) Kronleuchter’ (1. Hälfte 18. Jh.), ‘leichter, glänzender Baumwollstoff’ (Mitte 19. Jh.; vgl. Lüsterjackett, Lüsterjacke, Anfang 20. Jh.), in allen Bedeutungen entlehnt aus mfrz. frz. lustre m. ‘Schimmer, Glanz, glänzendes Äußere, Hängeleuchte, Kronleuchter’, seinerseits entlehnt (zuerst 15. Jh. für glänzende Erscheinungen verschiedener Art) aus ital. lustro ‘Glanz, Ruhm’; zu ital. lustrare ‘glänzend machen, polieren’, lat. lūstrāre ‘reinigen, hell machen’ sowie ‘beleuchten’; von ital. lūstrō "Glanz",  zu lat.  lūstrum  "beleuchten; (durch Sühnopfer) reinigen, eine kultische Reinigung vornehmen), "fünfjahres Abfolge, Kreislauf", "eine lange Zeit", von zuvor *dustrum "Eintauchung", von agrie. *dústron, agrie. dúō "eintauchen, in etwas hineingehen, einsinken", vergleichesanskr. upādútya, von der Wortwurzel uig. *dew- "eintauchen, in etwas hineingehen, einsinken".