phil
phi + -l | phil-, -phil ‘freundlich, liebend’. Griechisch phílos ‘lieb, liebend, freundlich, Freund’ ist in der Wortbildung philo- bzw. (vor Selbstlauten und h) phil- Bestandteil einer Reihe von Zusammensetzungen, die ins Deutsch entlehnt wurden, beispielsweise Philosoph.
In allen Zusammensetzungen wird der Gegenstand der Zuneigung, der hingebungsvollen Beschäftigung durch das zweite Wortbildungsglied ausgedrückt.
Daneben findet sich der umgekehrte Bildungstyp, der das Objekt der Zuneigung durch das erste Glied bezeichnet, -phil, -philie dagegen als zweites enthält, vergleiche hydrophil "Wasserliebend".
Der Antike ist diese Bildungsweise von Ausnahmen wie paidóphilos ‘kinderliebend’ abgesehen, unbekannt. Hervorbringend wird sie (mit dem Wortbildungsglied -phile) erst im Französisch des 18. Jh. und von hier aus (durch Entlehnung und Vorbildwirkung) für das Deutsch maßgebend.