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schlingen

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schling + en | Vb. ‘(ineinander) winden, verflechten, verknüpfen’, ahd. slingan ‘verfallen, vergehen’ (um 1000), mhd. mnd. slingen ‘hin und her ziehend schwingen, flechten, sich schlängelnd winden, kriechen, gleiten, schleichen’,

ahd. slingan ‘verfallen, vergehen’ (um 1000), mhd. mnd. slingen ‘hin und her ziehend schwingen, flechten, sich schlängelnd winden, kriechen, gleiten, schleichen’, aengl. slingan ‘schlängeln, gleiten’, anord. slyngva, slyngja ‘schwingen, werfen, schleudern’ (woraus vielleicht engl. to sling ‘schleudern’).

Dem in unterschiedlicher Bedeutung auftretenden Tätigkeitswort ger. *slengwan (ursprünglich ‘gleiten, kriechen’?) vergleichbar sind wohl lit. sliñkti ‘schleichen’ (von der Schlange), kymr. llyngyr (Plur.) ‘Würmer’, russ. (landschaftlich) slúka (слука) ‘Waldschnepfe’ (wegen ihres geduckten Ganges), so daß uig. *slenk-‘winden, drehen, sich schlingen, kriechen’ (mit einer Variante uig. *sleng-, s. schlank) erschlossen werden kann. Siehe dazu Schlange.

schlingen2 | schling + en | Vb. ‘schlucken, gierig und schnell essen’. Ahd. slintan (8. Jh.), mhd. slinden ‘schlucken, (ver)schlingen’, asächs. slindan, mnd. slinden, got. fraslindan (ger. *slendan) führen vielleicht mit lit. lįsti (lendù) ‘kriechen, hineingehen’ als nasalierte Formen (s. auch Schlund) auf uig. *(s)leidh- ‘schlüpfrig, gleiten’ (s. Schlitten), eine Erweiterung der Wurzel uig. *lei- ‘schleimig, durch Nässe glitschiger Boden, ausgleiten, worüber hinschleifen oder -streichen, schmieren’ (wozu auch Lehm und Leim). Als Ausgangsbedeutung ergibt sich ‘gleiten lassen’.

Seit dem 15. Jh. lassen sich Formen mit md. Übergang von -nd- zu -ng- nachweisen. schlinden hält sich in der Literatursprache bis ins 17. Jh. neben sich durch Luther verbreitendem schlingen.

| ver + schlingen | Vb. ‘ganz und gar hinunterschlucken, gierig essen’, ahd. firslintan (8. Jh.), mhd. verslinden, seit dem 15. Jh. verslingen, verschlingen.