lachen
lach + en | körperliche Erwiderung aufgrund von Zurückweisung des gehörten, gesehenen … oder durch körperliche Reize angeregte Entgegnung; eine bestimmte andere Gefühlsregung ausdrücken;
lachen1 Vb. ‘durch Mimik und ein charakteristisches Geräusch Heiterkeit erkennen lassen’. ahd. (h)lahhēn (8. Jh.), mhd. nhd. lachen.
Für das Germanisch ist von einem ablautenden (starken) Verb mit j-Präsens auszugehen, wie es in aengl. (westsächs.) hliehhan, (angl.) hlæhhan, anord. hlæja, got. hlahjan vorliegt. Auch für das Ahd. ist auf Grund eines (grammatischen Wechsel zeigenden) Präteritums hlōc ein starkes Verb (h)lahhan (9. Jh.) anzusetzen.
Daneben ist seit früher Zeit ein schwaches Verb ahd. (h)lahhēn (8. Jh.) belegt, das sich in mhd. nhd. lachen fortsetzt. Schwache Flexion zeigen auch mnd. lachen und engl. to laugh, während sonst Reste starker Flexion bewahrt sind, vgl. mnl. nl. lachen (Part. Prät. gelachen), schwed. le (Prät. log), dän. le (Prät. lo). Vgl. ferner die schwachen Kausativa anord. hlœgja ‘lachen machen, erfreuen’ und got. ufhlōhjan ‘auflachen machen’.
Vergleicht man außergerm. lit. kliugéti ‘kollern, knurren, plätschern, gurgeln’, klukčióti, kluk(š)nóti ‘schlucken, gackern’, russ. kloktát’ (клоктать), klochtát’ (клохтать) ‘glucken, gackern’ und griech. klṓzein, klṓssein (κλώζειν, κλώσσειν) ‘glucken, schnalzen’, so dürften alle Formen als lautmalende Bildungen anzusehen und über Gutturalerweiterungen (auf uig. -k- bzw. -g-) der Schallwurzel uig. *kel(ə)- ‘rufen, schreien, lärmen, klingen’ (s. Glocke) anzuschließen sein.
Der Vokalismus weist dabei eine große Variabilität auf. Die ger. Formen führen auf uig. *klak-, *klōk-.