Vairagya
Vairāgya ist ein abstraktes Substantiv, das von dem Wort virāga abgeleitet ist (das Verbinden von vi bedeutet „ohne“ + rāga bedeutet „Leidenschaft, Gefühl, Emotion, Interesse“). Dies gibt vairāgya eine allgemeine Bedeutung von „asketischem Desinteresse“ an Dingen, die bei den meisten Menschen Anhaftung hervorrufen würden. Es ist eine „leidenschaftslose“ Lebenseinstellung. Ein Asket, der alle Leidenschaften und Begierden gebändigt hat, wird Vairāgika genannt.[1] Eine weitere etymologische Definition weist auf die Wurzel rańj hin, die sich auf die Farbe bezieht: Vi – rańj + ghaiṋ = virága. Der Zustand von virága ist vaerágya. Virága bedeutet „über die Farbe hinausgehen“ oder „ungefärbt sein“. Sich vollständig mit der Welt zu beschäftigen und dennoch von der Welt unbeeinflusst zu bleiben, wird vaerágya genannt.
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Ein Vairagya-Praktizierender wird Vairaggi genannt.
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Vairāgya (वैराग्य) ist ein Sanskrit-Begriff, der sowohl in der hinduistischen als auch in der jainistischen Philosophie verwendet wird und grob mit Leidenschaftslosigkeit, Loslösung oder Verzicht übersetzt werden kann, insbesondere Verzicht auf die Schmerzen und Freuden in der vorübergehenden materiellen Welt. Die hinduistischen Philosophen, die Vairāgya befürworteten, sagten ihren Anhängern, dass es ein Mittel sei, um Moksha zu erreichen.
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Shiva ist die Manifestation des Zustands von Vairagya
Wahres Vairāgya bezieht sich eher auf einen inneren Geisteszustand als auf einen äußeren Lebensstil und kann von jemandem, der sich mit dem Familienleben und der Karriere beschäftigt, genauso gut praktiziert werden wie von einem Entsagenden. Vairāgya bedeutet nicht Unterdrückung oder Entwicklung von Abneigung gegen materielle Objekte. Durch die Anwendung von Vivek (spirituelles Unterscheidungsvermögen oder Urteilsvermögen) auf die Lebenserfahrung entwickelt der Aspirant allmählich eine starke Anziehungskraft für die innere spirituelle Quelle der Erfüllung und des Glücks, und begrenzte Anhaftungen fallen auf natürliche Weise weg. Das Gleichgewicht zwischen dem inneren spirituellen Zustand und dem äußeren Leben wird durch die Praxis aufrechterhalten, alle begrenzten Wesenheiten als Ausdruck des einen kosmischen Bewusstseins oder Brahman zu sehen.
Vairagya
Vairagya ist ein wichtiger Begriff in der Philosophie des Hinduismus, der in etwa mit Leidenschaftslosigkeit, Losgelöstheit und Entsagung übersetzt werden kann. Vairagya ist eine essentielle Vorstufe auf dem Weg zur Befreiung (Moksha).
Viveka, Vairagya, Uparati
Das abstrakte Substantiv vairāgya – वैराग्य – leitet sich ab von virāga, das seinerseits aus der Vorsilbe vi – वि – (ohne) und rāga – राग – (Leidenschaft, Gefühl, Emotion, Interesse) zusammengesetzt ist. Vairāgya lässt sich somit als asketisches Desinteresse übersetzen, und zwar ein Desinteresse an Dingen, die bei den meisten Menschen eine starke Anhaftung bewirken. Es ist eine leidenschaftslose Einstellung gegenüber dem Leben. Asketen, die sämtliche Leidenschaften und Wünsche überwunden haben, werden als vairāgika bezeichnet.[1] Etymologisch lässt sich vairāgya weiter aufspalten als vi – rañj + ghaiṋ = virága. Die Wurzel rañj bedeutet Farbe bzw. färben. Virága traduiert daher als jenseits von Farbe bzw. farblos sein. Der Zustand von virága heißt vaerágya – gemeint wird hiermit ein völliges Engagement in der Welt ohne dabei "verfärbt" zu werden.
Echte vairagya ist eine rein interne Geisteshaltung und kein nach außen gerichteter Lebensstil. Sie entspricht dem psychologischen Vorgang des Loslassens. Vairagya kann damit ebenso gut von Menschen praktiziert werden, die noch in Familie und Beruf engagiert sind (und nicht nur von Asketen). Sie impliziert auch keine unterdrückende oder ablehnende Einstellung gegenüber materiellen Dingen. Durch die Anwendung von vivek(a) (spirituelle Unterscheidungsfähigkeit oder Diskrimination) gegenüber den Erfahrungen des Lebens entwickelt der Aspirant allmählich eine starke Anziehung zum inneren spirituellen Quell von Erfüllung und Zufriedenheit, so dass andere, weitaus limitiertere Verbindlichkeiten auf natürliche Weise von ihm abfallen. Die Ausgewogenheit zwischen dem eigenen inneren, spirituellen Weg und dem Leben in der Außenwelt wird durch die Praxis gewährleistet, sämtliche begrenzten Wesenheiten als Ausdruck eines einzigen kosmischen Bewusstseins (Brahman) anzusehen.