Scherflein
Erscheinungsbild
Scherflein n. ‘Beitrag, Anteil’ (18. Jh.), zuvor ‘kleinste Münze’ (16. Jh.), Deminutivum von ahd. skerph, skerf (Hs. 12. Jh.), mhd. scherpf, scherf, mnd. scherf ‘kleine Münze’.
Die Substantivbildung gehört semantisch eng zu den Verben ahd. scarbōn ‘zerschneiden, zerstückeln’ (10. Jh.), mhd. scharben, scherben ‘in kleine Stücke, blättchenweise schneiden, schaben’, mnd. scharven, scherven, aengl. (ge)scearfian ‘abkratzen’, (stark flektierend) (ge)sceorfan ‘abschneiden, kratzen, zerfetzen, nagen, ritzen’ und stellt sich mit Scherbe zu der dort genannten Labialerweiterung uig. *(s)kerp-, *(s)krep- der Wurzel uig. *(s)ker(ə)- ‘schneiden’ (s. scheren1).