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Frevel

aus AufEinWort, der freien Forschung
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frev + el | m. ‘bewußter schwerer Verstoß gegen eine Ordnung, ein Gesetz, Missetat’, ahd. frevil m. (9. Jh.; auch fravalī f., um 800) ‘Verwegenheit, Frechheit, Übeltat, Vergehen’, mhd. vrevele, vrevel m. f. ‘Mut, Unerschrockenheit, Verwegenheit’, rechtssprachlich ‘Vergehen, Geldstrafe’, frühnhd. frefel m. ‘geringeres Vergehen, Geldstrafe’, aengl. fræfel (n.?) ‘Arglist, Schlauheit’ (germ. *frafla-, *fraflja-).

Zur Konkurrenz mit Strafe, Buße, Pön im 15. bis 18. Jh. Das in der Gegenwart nur noch in gehobener Sprache, sonst im Forstwesen im Sinne von ‘Vergehen’ (vgl. Baumfrevel, Holzfrevel, Jagdfrevel) gebräuchliche Hauptwort ist eine Begriffbildung zu dem im 19. Jh. untergehenden frevel.