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Gauch

aus AufEinWort, der freien Forschung
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gau + -ch | m. übertragen auch (da die Eintönigkeit des Rufes den Vogel als töricht erscheinen läßt) ‘Tor, Narr’, ahd. gouh (8. Jh.), mhd. gouch (auch ‘Tor, Narr, Schelm, Betrogener, armer Tropf’), asächs. mnd. gōk, mnl. gooc, aengl. gēac, engl. (mundartlich) gowk, anord. gaukr, schwed. gök, dazu vgl. ahd. guckōn (um 1000), mhd. gucken ‘(wie ein) Kuckuck rufen’.

Als Vorstufe kann ger. *gauka- und weiter uig. *ghoug- angenommen werden, wozu als schwundstufig-reduplizierende Formen lit. gegužeė͂, aruss. žegъzulja, zegъzica, russ. (älter) zegzíca (зегзица), so daß auch dieser Name sich als onomatopoetische Bildung erweist.

Nach der innersprachlichen Weiterentwicklung zu Gauch erfolgt (über mhd. gucgouch) mit Kuckuck eine Neubildung nach dem Naturlaut.

Als Euphemismus tritt (seit dem 16. Jh.) Kuckuck für Teufel u. dgl. ein, vgl. zum Kuckuck!, hol dich der Kuckuck!; scherzhaft steht der Name für den auf dem Siegel des Gerichtsvollziehers befindlichen Wappenadler (19. Jh.).