Zum Inhalt springen

Geschlecht

aus AufEinWort, der freien Forschung
Dies ist eine alte Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 20. Dezember 2023 um 19:42 Uhr durch Nikolaos (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „<p><span class="etymwb-headword" style="font-size: 12pt; font-family: georgia, palatino, serif;" ><span class="etymwb-orth">ge + schlecht | eigentlich "''<span class="etymwb-mentioned">nach jemdmanden schlagen</span>'' ‘geraten’" (bereits <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="althochdeutsch">ahd.</abbr>)'', <span class="etymwb-mentioned">aus dem Geschlecht</span>, <span class="etymwb-mentioned">aus der Art schlagen</span>'' (16. Jh…“). Sie kann sich erheblich von der aktuellen Version unterscheiden.
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

ge + schlecht | eigentlich "nach jemdmanden schlagen ‘geraten’" (bereits ahd.), aus dem Geschlecht, aus der Art schlagen (16. Jh.); verwandt mit schlagen, Schlag;

ger. *kunjam ‘Geschlecht’, erhalten in ahd. (8. Jh.), asächs. kunni, mhd. mnd. künne, mnl. conne, cunne, nl. kunne, aengl. cynn, cyn, engl. kin, anord. kyn, got. kuni, ist verwandt mit lat. genus ‘Geschlecht’ (s. Genus) und weiter mit den unter Kind genannten ger. und außerger., auf die Wurzel uig. *g̑en(ə)- ‘erzeugen, gebären’ zurückgehenden Formen.

Gesamtheit der Merkmale, die ein Lebewesen als männlich oder weiblich bestimmen, Familie, Generation, Art, Genus’, ahd. gislahti n. (um 1000), mhd. gesleht(e) n. ‘Geschlecht, Stamm, Abkunft, Familie, Gattung’, mnd. geslechte, mnl. gheslachte, gheslechte, nl. geslacht steht als Sammelbegriff neben gleichbedeutend ahd. slahtn., slahta f., slehti n., mhd. slaht(e) f., slehte n.

Beide Abstraktbildungen gehören zu dem unter schlagen behandelten Verb (mit grammatischem Wechsel von g und h) in seiner Bedeutung ‘sich in einer bestimmten Richtung entwickeln, nach jemdmanden geraten, jemandes. Art haben, nacharten’; vgl. nach jemdmanden schlagen ‘geraten’ (bereits ahd.), aus dem Geschlecht, aus der Art schlagen (16. Jh.).

Geschlecht bezeichnet die blutsverwandte (vornehme) Familie, Nachkommenschaft, die (vornehme) Abstammung, das Volk, die Menschheit (entsprechend lat. genus); dann (im Spätmhd.) auch das natürliche (männliche oder weibliche) Geschlecht (entsprechend lat. sexus) und (seit etwa 1400) das grammatische Geschlecht (lat. genus).