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Minium

aus AufEinWort, der freien Forschung
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Minium

auch unter dem Synonym Mennige bekannt, ist ein eher selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der „Oxide und Hydroxide“. Es kristallisiert im tetragonalen Kristallsystem mit der chemischen Zusammensetzung Pb2+2Pb4+O4[3] und ist damit chemisch gesehen Blei(II,IV)-oxid.

Minium entwickelt nur mikroskopisch kleine Kristalleund findet sich in der Natur ausschließlich in Form derber oder erdiger Massen und pulvriger Anflüge von hellroter bis bräunlichroter Farbe bei gelboranger Strichfarbe.

Wortherkunft

Bereits in antiker Zeit war das Mineral den Römern bekannt, die ihm seinen Namen gaben. So kommt der Begriff ‚Miniaturmalerei‘ ebenfalls von Minium aufgrund der häufigen Verwendung von Zinnoberfarben[7] und nicht von ‚klein‘, wie es oft irrtümlich angenommen wird.

Im deutschsprachigen Raum wurde der Name im Laufe des Mittelalters zu Menninge, Minig und Menigverballhornt.[2] Systematisch beschrieben wurde Minium erstmals 1806 von James Smithson. Er berichtete darüber in einem Brief an Joseph Banks aus Kassel, gab den genauen Fundort jedoch nicht an.[8]