außen
¦∑¦ auß + en;
¦⊕¦ räumlich nicht innen, in etwas, sondern an, vor, weiter weg von etwas;
¦√¦ uig. *úd, *ū̌d- ‘empor, hinauf’, , dann auch ‘hinaus’;
¦↵¦ uger. *ūtiniz, *ūtô, *ūtą,; ger. *ūtan- ‘außen’; Adv. . Ahd. ūʒan, ūʒana (8. Jh.), mhd. ūʒen, asächs. ūtan(a), aengl. ūtan(e), anord. ūtan, schwed. utan, got. ūtana, im allgemeinen sowohl adverbiell wie präpositional, gelegentlich auch konjunktional gebraucht, ist eine Weiterbildung von ger. *ūt (siehe aus) mit Hilfe des Suffixes -ana, das ursprünglich die Richtung woher? bezeichnet (‘von außen’), aber wie andere Ortsadverbien dieser Art (z. B. oben) sehr bald (im vorliegenden Fall schon im Got.) auch auf die Frage wo? antwortet (‘außen’), zuweilen sogar auf die Frage wohin? (‘nach außen’). Nhd. außen hat den präpositionalen Gebrauch ganz aufgegeben und wird in adverbieller Verwendung weitgehend durch draußen (ahd. thārūʒan, 9. Jh., frühnhd. draussen, daraussen) ersetzt. außen erscheint heute nur noch in der oben angegebenen Bedeutung als Antonym zu innen und in Verbindung mit den Präpositionen von und nach. Häufig in substantivischen Zusammensetzungen.