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freien

aus AufEinWort, der freien Forschung
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frei + -en

Bedeutungen:

[1] transitiv: jemanden zum Mann oder zur Frau nehmen
[2] intransitiv, „freien um“: um die Hand einer Frau werben (lassen)

Herkunft:

a) entweder von altsächsisch frīhon → osx, friohon → osx „lieben, schätzen“ oder
b) zusammenhängend mit altsächsisch frī → osx „Frau“[1]
Das Wort ist seit dem 12. Jahrhundert belegt.[2]

Synonyme:

[1] ehelichen, heiraten
[2] buhlen, umwerben

Gegenwörter:

[1] sich scheiden lassen, sich trennen
[2] missachten, verschmähen

Beispiele:

[1] Der alte Graf freite die schöne Tochter des armen Bauern.
[2] Der alte Graf freite um die schöne Tochter des armen Bauern.
[2] „Er dachte daran, was sein Vater ihm gesagt hatte, daß es nämlich an der Zeit wäre, daß er freien müsse und den Hof übernehmen solle.“[3]

Sprichwörter:

[1] jung gefreit hat nie gereut — Aufmunterung für Brautleute, Trostspruch für deren Eltern

Wortbildungen:

Freier, Gefreiter