gelt
ge + lt | (für)’,
galt, gält, gelte, geltet, gelten, geltend, gilst, gilt, gölte, gegolten,
gelt1, auch gelle, gell, Erregungsausruf eine besonders im Süddeutsch, Südwestdeutsch und Mitteldeutsch übliche formelhafte Äußerung, mit der man sich der Zustimmung eines anderen vergewissern will, im Sinne von ‘nicht wahr?, ja?’, smhd. gelte, ‘es möge gelten’, dt. gilt "einverstanden, es ist gültig" von gelten, (möglicherweise zuerst) als Bekräftigung bei Wettabschlüssen und Vertragsabschlüssen.
gelt2 Adj. ‘unfruchtbar, nicht milchgebend’ (vom Vieh und vom Wild), ahd. (11. Jh.), mhd. galt, nhd. (obd.) galt, (md.) gelde, gelt, mnl. gelde, aengl. gielde, anord. geldr (germ. *galdi-); Herkunft unbekannt. Die Vermutung, das Adjektiv stehe mit ahd. (um 800), aengl. galan ‘singen’, bes, ‘Zauberformeln (singend) hersagen, verzaubern, behexen’ (s. Nachtigall), in Verbindung, ist durchaus erwägenswert, da unfruchtbares Vieh als verhext galt.