Kritik
¦∑¦ krit + ik;
¦∅¦ Kunst der angemessenen Einschätzung, Bewertung, Beurteilung und Empfehlung;
¦⊕¦ Bemühung Krisen zu verhindern, abzuwenden und zu beenden;
¦⊗¦ ‘Beurteilung, Bewertung, Besprechung’, auch ‘Beanstandung’, Übernahme (Critique, Ende 17. Jh., dann Critic, Critik, 18. Jh.); von frz. critique als Ausdruck des (zuerst in Frankreich beginnenden) ästhetischen Kunstrichtertums. Dem frz. Ausdruck liegt griech. kritikḗ (téchnē) (κριτικὴ τέχνη) ‘Beurteilungskunst’, also das substantivierte Femininum von griech. kritikós (s. oben) zugrunde. Redensartlich unter aller Kritik ‘sehr schlecht’ (zuerst in der Journalistik, 2. Hälfte 18. Jh.).
¦√¦ uig. *krey- "trennen, teilen, scheiden"; in der Wortfamilie sind kritisch, kritisieren, Kritik, Krise und nach meinem Eindruck auch Krieg zuzuordnen;
¦↵¦ siehe kritisch, kritisieren;