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kritisch

aus AufEinWort, der freien Forschung
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¦∑¦ Krit + -isch;

¦∅¦ Daseinszustand, der eine Entscheidung, Urteil, Trennung von etwas oder jemand bedarf, wobei dies eine Daseinszustandsverbesserung herbeiführt um dadurch eine Gefahr, Not oder mögliche Krise abgewendet wird;

¦⊕¦ Entscheidung, Urtei, oder Trennung kann sich auch schon allen auf dem beenden oder Trennen von Nachsichtigkeit, Übervorsichtigkeit, Ängsten und so weiter beziehen, da jedoch in kritischen Daseinszuständebn, bei Kritik un Krisendiese gerad ansteigen, werden meist die falschen Entscheidungen, Urteile und Trennungen getroffen und vollzogen;

¦⊗¦ ‘entscheidend, bedrohlich, gefährlich’; Die lat. Fügung wird zu Anfang des 16. Jhs. in dt. medizinische Texte aufgenommen und daraus (2. Hälfte 17. Jh.) das Adjektiv kritisch im Sinne von ‘entscheidend’ in bezug auf einen Zeitpunkt oder Zeitabschnitt entlehnt, das dann (Ende 18. Jh.) in ‘bedrohlich, gefährlich’ in bezug auf eine Situation oder Lage übergeht. In der im 17. Jh. aufkommenden Bedeutung ‘wertend, prüfend, streng feststellend’ im Sinne philologischer Textüberprüfung, dann (18. Jh.) zur Charakterisierung wissenschaftlicher Arbeiten (vgl. Critische Dichtkunst, Critische Beyträge) und schließlich allgemein für ‘genau, streng beurteilend’ knüpft kritisch unmittelbar an griech. kritikós ‘entscheidend, zur Entscheidung gehörig, zum (Be)urteilen gehörig’, substantiviert ‘Beurteiler der Sprache und der Schriftwerke, Kunstrichter’ an.

¦√¦ uig. *krey- "trennen, teilen, scheiden";  in der Wortfamilie  sind kritisch, kritisieren, Kritik, Krise und nach meinem Eindruck auch Krieg zuzuordnen;

¦↵¦ griech. krī́nō "urteilen, entscheiden", kritḗs, “urteilen”; griech. kritikós, spätlat. criticus, ‘entscheidend, zur Entscheidung gehörig’, zu griech. krī́nein (s. Krise); Spätlat. diēs criticī bezeichnet in der Sprache der Ärzte ‘die entscheidenden Tage (im Ablauf einer Krankheit)’ als Nachbildung von gleichbed. griech. hēmérai kritiká͞i (ἡμέραι κριτικαί); vgl. spätlat. criticus, griech. kritikós (κριτικός) ‘entscheidend, zur Entscheidung gehörig’;


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kritisch Adj. ‘entscheidend, bedrohlich, gefährlich’. Spätlat. diēs criticī bezeichnet in der Sprache der Ärzte ‘die entscheidenden Tage (im Ablauf einer Krankheit)’ als Nachbildung von gleichbed. griech. hēmérai kritiká͞i (ἡμέραι κριτικαί); vgl. spätlat. criticus, griech. kritikós (κριτικός) ‘entscheidend, zur Entscheidung gehörig’, zu griech. krī́nein (s. ↗Krise). Die lat. Fügung wird zu Anfang des 16. Jhs. in dt. medizinische Texte aufgenommen und daraus (2. Hälfte 17. Jh.) das Adjektiv kritisch im Sinne von ‘entscheidend’ in bezug auf einen Zeitpunkt oder Zeitabschnitt entlehnt, das dann (Ende 18. Jh.) in ‘bedrohlich, gefährlich’ in bezug auf eine Situation oder Lage übergeht. In der im 17. Jh. aufkommenden Bedeutung ‘wertend, prüfend, streng feststellend’ im Sinne philologischer Textüberprüfung, dann (18. Jh.) zur Charakterisierung wissenschaftlicher Arbeiten (vgl. Critische Dichtkunst, Critische Beyträge) und schließlich allgemein für ‘genau, streng beurteilend’ knüpft kritisch unmittelbar an griech. kritikós ‘entscheidend, zur Entscheidung gehörig, zum (Be)urteilen gehörig’, substantiviert ‘Beurteiler der Sprache und der Schriftwerke, Kunstrichter’ an. Kritik f.‘Beurteilung, Bewertung, Besprechung’, auch ‘Beanstandung’, Übernahme (Critique, Ende 17. Jh., dann Critic, Critik, 18. Jh.) von frz. critique als Ausdruck des (zuerst in Frankreich beginnenden) ästhetischen Kunstrichtertums. Dem frz. Ausdruck liegt griech. kritikḗ (téchnē) (κριτικὴ τέχνη) ‘Beurteilungskunst’, also das substantivierte Femininum von griech. kritikós (s. oben) zugrunde. Redensartlich unter aller Kritik ‘sehr schlecht’ (zuerst in der Journalistik, 2. Hälfte 18. Jh.). Kritiker m. ‘wer Kritik übt, Beurteiler, Kunstrichter’ (18. Jh.), älteres (heute nur noch geringschätzig gebrauchtes) Criticus (17. Jh.) ablösend, lat. criticus, griech. kritikós ‘Kunstrichter’ (s. oben). kritisieren Vb. ‘beurteilen, beanstanden’ (17. Jh.). Kriterium n. ‘unterscheidendes und entscheidendes Merkmal’ (17. Jh.), latinisierte Übernahme von griech. kritḗrion(κριτήριον) ‘entscheidendes Kennzeichen, Merkmal’.


From Latin criticus, from Ancient Greek κριτικός (kritikós).

From κρῐτής (kritḗs, “judge”) +‎ -ῐκός (-ikós), from κρῑ́νω (krī́nō, “I judge”).

From Proto-Hellenic *kríňňō, from Proto-Indo-European *kri-n-ye-, from *krey-. Cognates include English rinse, Latin cernō (“I separate, discern”), and Welsh gogrynu.

The root of the verb was originally short, but the Attic–Ionic–Doric present tense κρῑ́νω (krī́nō) has a long ῑ (ī) because the vowel of the root was compensatorily lengthenedafter the shortening of Proto-Hellenic *ňň, and the aorist ἔκρῑνᾰ (ékrīna) has long ῑ (ī) because of compensatory lengthening after the loss of the aorist tense-marker /s/ in the original form /ekrin-sa/. The Aeolic present κρῐ́ννω (krínnō) and aorist ἔκρῐννε (ékrinne) have a short ῐ (i) and doubled νν (nn) because the consonant ν (n) was compensatorily lengthened instead of the vowel.

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