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wert

aus AufEinWort, der freien Forschung
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wer + -t

¦∑¦ wer + t; ¦√¦ uig. *wert- "wenden"; (mit der Wortfamile enthalten wandeln, wandern, wenden, winden, wert und weitere ähnliche Wortbildungen).

werte, wertend, werte, wertes, wertet, wertende, gewertet,

¦∅¦ ‘Geltung, Bedeutung habend, angesehen, geschätzt, kostbar, lieb, teuer’;

¦⊕¦ Ergebnis des durch Werden (werden) erlangten Dasein; nach der Vorgabe eines Sein beginnt werden mit der Möglichkeit zu einem Tun, wobei ein Tun ein Haben hervorbringt, das im Sein einen entsprechenden Wert hat; dem jeweiligen Wert geht ein Werden voraus und einher und der jeweils erlangte Daseinszustand ist in seinem Wert unmittelbar einem Wandel, zum Beispiel durch Zerfall, ausgesetzt, so dass mit dem Werden auch ein Wenden einhergeht.

¦↵¦ ; uig.*wértti; vger. wértos, uger.*werþaną; uger.*werþaz; ger. *werþa-; ahd. werd, (9. Jh.), mhd. mnd. wert, asächs. werð, mnl. waert, weert, wert, nl. waard, aengl. worþ, weorþ, wurþ, engl. worth, anord. verðr, schwed. värd, got. waírþs (germ. *werþa-) gehört offensichtlich zu der unter werden dargestellten Dentalerweiterung uig. *u̯ert-‘drehen, wenden’.

Möglich ist unmittelbarer Anschluß an die unter -wärts genannten Formen sowie an lat. versus ‘gegen’, air. frith- ‘gegen’, indem wert im Sinne von ‘wohin, gegen etw. gewendet, zugewandt’ verstanden wird mit Weiterentwicklung zu ‘einen Gegenwert habend’. Vgl. die ähnliche Bedeutungsentwicklung bei lat. pretium ‘Preis, Wert’. Es ist verwandt mit aind. práti ‘zu, zu … hin, gegen, wieder, auf’, griech. protí (προτί) ‘überdies, dazu, von … her, bei, an, zu … hin, gegenüber’, aslaw. protivъ, russ. prótiv (против) ‘gegen’, so daß eine Ausgangsbedeutung ‘als Gleichwert gegenüberstehend’ ansetzbar ist. wert wird bis ins 12. Jh. nur prädikativ, danach auch attributiv gebraucht. In neuerer Zeit ist es häufig Grundwort zusammengesetzter Eigenschftswörter, vgl. ehrenwert, hochwert, liebwert und lesenswert, sehenswert, wissenswert.