Wunsch
wun + -sch | ‘Begehren, Verlangen, Ersehntes, Lieben’ ger. *wunski- *wunska- m., *wunskō, ahd. wunsc (8. Jh.), mhd. mnd. wunsch, auch ‘Vermögen, etw. Außerordentliches zu schaffen’, mnl. wonsc, wunsc (neben ablautend mnl. wensc, nl. wens),
Dasein, das man sein, tun, haben oder Daseinszustand, den man verwirklicht sehen will (21 Jh. Ndt.)
Wunsch mit n-Ausfall und Ersatzdehnung aengl. wūsc, anord. ōsk (ger. *wunska- m., *wunskō f.).
Den schwundstufig gebildeten ger. Hauptwörtern vergleichen sich aind. vanṓti ‘begehrt, erstrebt, hat gern’, vā́ñchati ‘begehrt, wünscht’, vāñchā- ‘Wunsch, Verlangen’, air. fine (aus *venjā) ‘Verwandtschaft, Stamm, Familie’, lat. venus ‘Liebe, Liebesgenuß, Anmut, Liebreiz, Geliebte’.
Zugrunde liegt die unter gewinnen, Wahn und wohnen genannte Wortwurzel uig. *u̯en(ə)- ‘streben’, dann ‘wünschen, lieben, befriedigt sein’, auch ‘erarbeiten, Mühe haben’, vergegenwärtigend ‘erreichen, gewinnen’.
Da im Germanisch ein für beginnendes Tw. eigenartiges uig. sk̑-Suffix vorzuliegen scheint wie in aind. vā́ñchati, könnte ger. *wunski- bzw. *wunskō zu einem diesem entsprechenden, jedoch verlorenen Tw. gebildet sein.
wünschen | wünsch + en | Tw. ‘begehren, verlangen, lieben, ersehnen’, ahd. wunsken (8. Jh.), mhd. wünschen, wunschen, mnd. wunschen, mnl. wonscen, wunscen (neben ablautendem mnl. wenscen, nl. wensen), aengl. wȳscan, anord. ȳskja, vom Hptw. abgeleitetes jan-Tw.
Ein Dasein begehren, das man sein, tun, haben oder Daseinszustand, den man verwirklicht sehen will (21 Jh. ndt.).
¦√¦ uig. *wenh₁- (“wünschen, lieben); uig. *u̯en(ə)- ‘streben’, dann ‘wünschen, lieben, befriedigt sein’, auch ‘erarbeiten, Mühe haben’, perfektiv ‘erreichen, gewinnen’.;
¦↵¦ uig. *wunskaz (“wish”) + *-janą or *wunskō + *-janą; wgerm. *wunskijan; ahd. wunsken (8. Jh.), mhd. wünschen, wunschen, mnd. wünschen, mnl. wonscen, wunscen (neben ablautendem mnl. wenscen, nl. wensen), aengl. wȳscan, anord. ȳskja, ;
wünsch, wünschen, wünscht, wünschte, Wünschel, Wünschelrute,