Motiv
¦∑¦ mot +iv;
¦∅¦ ‘Bewegung bewirkend, zur Bewegung geeignet, beweglich’; Drang der Angleichung des Dasein an eine Vortsellung; aus einer Eingewöhnung heraus gelangter Drang, Bewegung, Antrieb, Absicht ind bezug auf die Verwirklichung, Erreichung oder den Erhalt eines Daseiens;
¦⊕¦ Motiv wird oft mit Ziel oder Zielsetzung verwechselt; von der Wortwurzel her gehören offenbar Motiv, Moral, Mut, Muse, muß, müssen einer Wortfamilie an;
¦⊗¦ ‘Beweggrund, Anlaß, Antrieb’; ‘charakteristische melodische Einheit eines Musikstücks, für den Gesamtaufbau wichtige Passage eines literarischen Werkes’; ‘(künstlerisches) Thema, Leitgedanke, charakteristischer inhaltlicher Bestandteil (eines künstlerischen Werkes)’
¦√¦ uig. *mew- “bewegen”; uig. *mō-, *mē-;
¦↵¦ lat. mōs; lat. *mowetos von moveō “I move”; zu lat. mōtus + -ivus;; lat. mōtīvus "bewegend, antreibend, zu lateinisch motum, Motor"; slat. motivum ‘zur Regel gewordener Wille, Sitte, Brauch’ (s. ↗Moral),
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Motiv n. ‘Beweggrund, Anlaß, Antrieb’, Entlehnung (16. Jh.) aus gleichbed. mlat. motivum, substantiviertem Neutrum des Adjektivs spätlat. mōtīvus ‘Bewegung bewirkend, zur Bewegung geeignet, beweglich’ (vgl. nlat. causa motiva); zu lat.movēre (mōtum) ‘bewegen’. Im ausgehenden 18. Jh. entwickelt das (vielfach mit Beweggrund, Bewegungsgrundverdeutschte) Substantiv unter dem Einfluß von gleichfalls auf spätlat. mōtīvus zurückgehendem ital. motivo ‘charakteristische melodische Einheit eines Musikstücks, für den Gesamtaufbau wichtige Passage eines literarischen Werkes’ und dem als Musikausdruck aus dem Ital. übernommenen frz. motif die Bedeutung ‘(künstlerisches) Thema, Leitgedanke, charakteristischer inhaltlicher Bestandteil (eines künstlerischen Werkes)’. Vgl. dazu Leitmotiv
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