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Stimme

aus AufEinWort, der freien Forschung
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stimm + -e | stimm (stemn) + e ‘mit Hilfe der Stimmbänder erzeugte Laute, Fähigkeit zur Erzeugung solcher Laute, Meinung, Urteil’, durch stimmen erlangtes Dasein.

"stimme" bedeutet soviel wie "sagen wird zu, Gesagtes ist Gesetz" da e in Urgermanisch für  "Gesetz, fortbestehend, gültiog, ewig …" bedeutet (21 Jh. ndt.).

Die Wortherkunft ist stritig und die Angaben der Sprachwissenschaftler ist logisch, jedoch nicht stringent (21 Jh. ndt.); ahd. stimna, stimma (8. Jh.), stemna, stemma (9. Jh.), mhd. stimme,

asächs. stemna, mnd. stemne, stemme, stem, stimme, mnl. stemme, stēvene, nl. stem, aengl. stefn, stemn, engl. (mundartlich) steven, afries. stifne, stemme, got. stibna, mit zweitrangigem Lippenlaut mnd. stempne, frühnhd. stimb, aus ger. *stemnō germ. *stemnō (mit aus ƀn entstandenem mn), ohne gesicherte ager. Entsprechungen, zu  uger. *stamnijō; uger. *stebnō;

Verwandtschaft mit griech. stóma (στόμα) ‘Mund, Maul, Mündung, Front, Spitze, Schneide’ (uig. *stomen- ‘Mund, Spalte’, zu einer Ww. uig. steƀ, ("stev, stemn"); uig. *stomen- ‘Mund, Spalte’, zu einer Ww. uig. *(s)tem- ‘schneiden’) ist möglich;

Stimme für ‘Entscheidung für jmdn., etw., Votum’ bei einer Abstimmung, Beratung ist seit dem 14. Jh. bezeugt, vgl. Sitz und Stimme (‘das Recht, ein Votum in einem bestimmten Kreis abgeben zu können’) haben (18. Jh.), Stimmen haben ‘das Votum anderer zugunsten der eigenen Wahl haben’ (16. Jh.), eine Stimme (‘das Recht zu urteilen’) haben (18. Jh.), jmdm. die, seine Stimme geben ‘sich für ihn entscheiden’ (16. Jh.).

Die Sprache 18 (1972) 24 ff. Stimme in der Sprache der Musik im Sinne von ‘Singstimme, Singbegabung’ ist bereits ahd., dazu vgl. Fügungen wie hohe, tiefe Stimme (vor allem seit dem 18. Jh. geläufig); auch ‘Teil einer mehrstimmigen (Vokal)komposition’ (16. Jh.).

Stimme steht bereits ahd. zugleich auch für "Gemüt, Stimmung".