Zum Inhalt springen

Monom

aus AufEinWort, der freien Forschung
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 17. Oktober 2026 um 16:16 Uhr durch Nikolaos (Diskussion | Beiträge).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

mo--nom eigtl. monomial, mono-nominal, "einnamig" oder eigentlich Monomon "Einname"

Monom , in der Mathematik jede eingliedrige Größe.

Monom[1] (v. gr.), jede einzelne nicht durch Addition od. Sudtraction aus mehren Gliedern zusammengesetzte Größe, z.B. 3 d ist ein M. Sind 2 durch Addillons- od. Subtractionszeichen mit einander verbunden, so heißt der Ausdruck ein Binom, wie (1 + x); sind 3 vorhanden, wie a + 2 b – c ein Trinom; noch mehr ein Polynom, wie (2 a – 3 b) c + d – e + f.

In der Algebra ist ein Monom (Haplologie von Mononom) ein Polynom, das nur aus einem Glied besteht. Ein Monom ist also ein Produkt, bestehend aus einem Koeffizienten und Potenzen von einer oder mehreren Variablen.

Beispiele von Monomen der Variablen a:

a, a2, 7b⋅a, −5b4a2

Jedes Polynom ist eine Summe von Monomen der gleichen Variable, zum Beispiel ist

 5x3+7x2−2x−10

aus den folgenden Monomen aufgebaut:

5x3, 7x2, −2x1, −10x0

Polynomfunktionen, deren Funktionsterm ein Monom ist, sind Potenzfunktionen.

Alternative Definition

In Teilen der Literatur wird als Monom auch nur das Produkt der Variablen (also ohne Koeffizienten) bezeichnet. Folgt man dieser Sprechweise, dann haben die Monome folgende Eigenschaft:

Betrachtet man den Polynomring K[X1,…,Xn] in n Variablen X1,…,Xn über einem Körper K als einen Vektorraum über K, dann ist die Menge der Monome eine Basis dieses Vektorraums.

Im speziellen Fall einer einzigen Variablen X besteht diese Basis also aus den Monomen

1, X, X2, X3, …

Verallgemeinerung

Lässt man mehrere Variablen und beliebige reelle Potenzen zu, so erhält man die Monomialfunktionen.

Literatur

  • H. Lüneburg: Gruppen, Ringe, Körper. Oldenbourg, München 1999, ISBN 3-486-24977-0.
  • Cox, David; Little, John; O’Shea, Donald: Ideals, varieties, and algorithms. Springer-Verlag, New York 1992, ISBN 0-387-97847-X.
  1. ↑ Quelle: Pierer's Universal-Lexikon, Band 11. Altenburg 1860, S. 399. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20010460128 Lizenz: Gemeinfrei