Gestalt
¦∑¦ ge + stallen);
¦∅¦ wahrnehmbare äußere Erscheinung eines räumlichen Dasein.; ‘Beschaffenheit, Äußeres, Figur’;
¦⊕¦ das Gestell bildet die Gestalt; die äßere Erscheinung des Menschen ist seine Gestalt, sein Skelett als Gestellt ermöglicht diese Gestalt; wenn es sich um das Äußere und das Innere eines Dasein handelt, dann ist es die Ausgestalt.
¦⊗¦ die Wortherkunft und Wortableitung wird in den Sprachwissenschaften als von stellen abgeleitet angegeben, jedoch Gestalt zum einen von gestalten abstammen und zu stallen für "ein Tier in einen Stall stellen" abgeleitet sein.
Mit Gestalt wird das gesamte Äußere eines Gestell angesprochen.
Die Vorsilbe ge- bedeutet "Gesamtheit" und würde schon im Althochdeutsch ge- oder gi- als Steigerung Wörtern als Silbe vorangehängt, um zum Ausdruck zu bringen, dass man alles dazu zughörige mit einbezieht, so wie bei Gemeinde "alle die meinen zusammen" bedeutet. Über germanisch stallaz besteht erst die Verbindung zur Wortwurzel uig. *stel- für stellen.
Beim Wort Gestalt verschmelzen die Wortherkunftsverläufe stellen und stallen.
¦√¦ uig. *stel- “stellen, hintun, Posten, Stand, Gestell" "stabil sein”; uig. sta;
¦↵¦ uig. *stolnos "Stehend, Position, Stall, stabil"; uger. *stallaz; germ. *stallaz 'Stall', ahd. *stal, mhd stal ; ahd. gistalt 'Aussehen, Beschaffenheit; Person,'; mhd. gestalt ‘Aussehen, Beschaffenheit, Ursache’;
Das alte, noch Rückumlaut zeigende Part. Prät. des unter stellen behandelten Verbs ahd. gistalt, mhd. gestalt, nhd. gestalt geht in der Bedeutung ‘aussehend, beschaffen, eingerichtet’ in adjektivischen Gebrauch über (vgl.schöngestalte Glieder Schiller). Das substantivierte Adjektiv ergibt mhd. gestalt f. ‘Aussehen, Beschaffenheit, Ursache’, während das Part. Prät. des Verbs im Nhd. durch gestellt ersetzt wird. ungestalt Adj. ‘übel beschaffen, unförmig, häßlich’, mhd. ungestalt. Substantiviert