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-sen

aus AufEinWort, der freien Forschung
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-s + -en,

Die Endsylben der Zeitwörter -sen und -zen können als nahe Verwandte von -schen angesehen werden.

Aus dem Mittelhochdeutschen -zen, -sen, aus dem Althochdeutschen -azzen, -ezzen, aus dem Urwestgermanischen *-attjan, aus dem Urgermanischen *-atjaną.

-sen | -en + s ⇛ -sen | Intensivbildung (mit mhd. nhd. -sen, ahd. -isōn, das hier vielleicht anstelle von mhd. nhd. -zen, ahd. -azzen

-sen[1]

[2]-sen, eine Ableitungssylbe,
  • welche an Zeitwörter gehänget wird,
  • Intensiva und Iterativa daraus zu bilden;
    • gacksen, oder gäcksen, von gacken,
    • das veraltete dinsen, ziehen, von dehnen,
    • hummsen, summsen, von hummen, summen,
    • raffsen, von raffen,
    • drucksen, von drucken,
    • lugsen, von dem alten lugen, sehen,
    • bammsen, wammsen
    • u.s.f.
  • Oft gehet das -s in ein -z über;
    • brunzen, von dem veralteten brunnen,
    • pelzen, von pelen, fillen, schlagen hunzen;
    • besonders wenn sich das Zeitwort auf ein -t endiget,
      • hitzen. fitzen.
  • Zuweilen auch in ein -sch,
    • quetschen, in andern Mundarten quetsen,
    • manschen.
  • Zuweilen wird sie auch an Beywörter gehänget,
    • Activa daraus zu bilden;
      • geltsen oder geltzen, gelt machen, d.i. verschneiden,
      • das alte reichsen, regieren,
      • das Engl. to rense, to rinse, reinigen, von rein,
        • Franz. rincer,
        • Schwed. rensa,
        • Ißländ. hreinsa.
  1. ↑ Quelle: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 4. Leipzig 1801, S. 54. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20000431486; Lizenz: Gemeinfrei; Faksimiles: 54; Kategorien: Lexikalischer Artikel
  2. ↑ [54]