Zum Inhalt springen

Aaß

aus AufEinWort, der freien Forschung
Dies ist eine alte Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 27. Dezember 2023 um 20:43 Uhr durch Nikolaos (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „<div class="zenoCOMain"><p>Aaß</p><div class="zenoCOMain"> == Āß, das == <div class="zenoCOAdRight"><ins class="adsbygoogle adsbygoogle-noablate" data-ad-client="ca-pub-2678391992761616" data-ad-height="250" data-ad-slot="4978495308" data-ad-width="300" data-adsbygoogle-status="done"><div id="aswift_0_host"><br></div></ins></div><p>[http://www.zeno.org/Adelung-1793/K/adelung-1793-01-0452 [452]] † '''Das Āß''', des -es, ''plur. car.'' im gemeinen Le…“). Sie kann sich erheblich von der aktuellen Version unterscheiden.
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Aaß

Āß, das


[452] † Das Āß, des -es, plur. car. im gemeinen Leben überhaupt alles dasjenige, was einem andern lebendigen Geschöpfe zur Nahrung dienet. Besonders bey den Fischern, die Nahrung der großen Fische, und an einigen Orten bey den Müllern und Bäckern auch das Geringste von dem geschrotenen Getreide, welches zur Nahrung der Schweine gebraucht wird; Schweinaß, Sauaß. Ingleichen die Lockspeise, wodurch man Thiere, und besonders Fische in[452] das Netz lockt. Einem ein Aß legen, ehedem, für ihn anlocken. Dieses Wort kommt von essen, wie Māß von messen. Gemeiniglich schreibt man es Aaß, ohne Zweifel, weil man es mit dem Worte Aas immer für einerley hielt. Allein, da es von demselben ganz verschieden ist, so ist es der Analogie gemäßer, es nur mit Einem a zu schreiben. Bekommt doch das gleich lautende Imperfectum, ich āß von essen, ferner Māß von messen, ich sāß von gesessen u.s.f. auch nur einen einfachen Vocal, ungeachtet derselbe gleichfalls gedehnt wird.

Quelle:
Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 1. Leipzig 1793, S. 452-453.
Lizenz:
Faksimiles:
452 | 453