kardinal
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kardinal
Bedeutungen:
- [1] bildungssprachlich: wichtigst, den entscheidenden Punkt einer Sache betreffend
Herkunft:
- Entlehnung aus dem Spätlateinischen vom Adjektiv cardinalis → la „vorzüglich, den Angelpunkt oder Hauptpunkt bildend“, einer Ableitung zum Substantiv cardo → la „Angelpunkt, Drehpunkt, Türangel“[1]
Synonyme:
Sinnverwandte Wörter:
- [1] ausschlaggebend, bestimmend, essentiell, grundlegend, maßgebend, primär, schwerpunktmäßig, substanziell, im wesentlichen, zentral
Gegenwörter:
- [1] nebensächlich, am Rande, unwichtig
Beispiele:
- [1] Die Verteidigung der Menschenrechte ist ein kardinales Prinzip des deutschen Grundgesetzes.
- [1] Die Erhöhung der Liquidität ist unser kardinales Problem. Wenn wir das nicht schaffen gehen wir in drei Monaten in Insolvenz.
- [1] Dass in Deutschland letztlich die Kultusminister und nicht (wie im Angelsächsischen) die Rektoren in Verbindung mit den Fachvertretern und Dekanen über die Ernennung von Professoren entscheiden, ist ein kardinales Problem.[2]
- [1] „Es ist ein kardinaler Irrtum zu glauben, dass unsere Freiheit, unsere Demokratie, unserer Rechtsstaatlichkeit, selbstverständlich sind. Ein fundamentaler Trugschluss, wie wir in vielen Ländern der Welt sehen können.“
- [1] Moral - ein kardinales Thema der Philosophie, das, wenn es ums Ganze geht, irgendwie nicht fehlen darf.[3]
Charakteristische Wortkombinationen:
- [1] mit Substantiv: kardinaler Denkfehler, kardinale Frage, kardinaler Irrtum, kardinale Schwäche, kardinaler Unterschied
Wortbildungen: