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aus AufEinWort, der freien Forschung
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p

Phö. 17 𐤐 pē, Pe, Mund

Ara. 17 פ Pe (Unschrift p/f)

Gri. 16 Π, π, (ϖ) Pi (πῖ)

Etr.

Lat. 16 P, p

Rune 14. ᛈ perþō? perþrō? pezdō? p (extrem seltener Laut)

Dt. 16 P, p

  • Ursprung
    • Pe ist ein Konsonant, der sich von der stilisierten Darstellung eines Mundes, vor allem der Lippen, herleitet. Im Griechischen wurde daraus der Buchstabe Pi. Lateinische Entsprechung: P.
    • Die Frühform des Buchstabens P in der protosinaitischen Schrift ist möglicherweise das Symbol für einen Wurfstock. Allerdings ist dieses Ausgangssymbol in der Literatur nur teilweise akzeptiert, manche Quellen geben kein Ausgangssymbol an. Sicher ist, dass im phönizischen Alphabet ein Buchstabe mit dem Namen Pe (Mund) existiert, der dem Wurfstock der protosinaitischen Schrift ähnelt und die Form einer nach links offenen Schleife hat. Der Lautwert des Pe bei den Phöniziern war [p].
    • Die Frühform des Buchstabens P in der protosinaitischen Schrift ist möglicherweise das Symbol für einen Wurfstock. Allerdings ist dieses Ausgangssymbol in der Literatur nur teilweise akzeptiert, manche Quellen geben kein Ausgangssymbol an. Sicher ist, dass im phönizischen Alphabet ein Buchstabe mit dem Namen Pe (Mund) existiert, der dem Wurfstock der protosinaitischen Schrift ähnelt und die Form einer nach links offenen Schleife hat. Der Lautwert des Pe bei den Phöniziern war [p].
    • Die Griechen übernahmen den Buchstaben mit diesem Lautwert und gaben ihm den Namen Pi. Zu Beginn ähnelte das Pi noch dem Pe, wurde aber mit dem Wechsel der Schreibwerkzeuge zunehmend geometrisiert. Die ursprünglich verschieden langen vertikalen Striche des Pi wurden bis zum klassischen griechischen Alphabet auf gleiche Länge gebracht. Neben ästhetischen Gründen könnte dafür auch die Verwechslungsmöglichkeit mit dem Gamma Ursache gewesen sein.
    • In das etruskische Alphabet wurde noch die frühgriechische Form des Pi übernommen. Anders als bei den Griechen wurde der Ansatz nicht verlängert, sondern abgerundet. In das lateinische Alphabet wurde das P in der etruskischen Form übernommen, allerdings wurde es beim Wechsel der Schreibrichtung von rechts-nach-links auf links-nach-rechts gespiegelt. Als weitere Modifikation wurde der abgerundete Teil mit dem Buchstabenansatz verbunden.
    • Most English words beginning with ⟨p⟩ are of foreign origin, primarily French, Latin, Greek, and Slavic;[citation needed] these languages preserve Proto-Indo-European initial *p. Native English cognates of such words often start with ⟨f⟩, since English is a Germanic language and thus has undergone Grimm's law; a native English word with initial /p/ would reflect Proto-Indo-European initial *b, which is so rare that its existence as a phoneme is disputed.
    • However, native English words with non-initial ⟨p⟩ are quite common; such words can come from either Kluge's law or the consonant cluster /sp/ (PIE *p has been preserved after s).
    • The Latin letter P represents the same sound as the Greek letter Pi, but it looks like the Greek letter Rho.
    • Perthro oder Pertho (ᛈ) ist die vierzehnte Rune des älteren Futhark (die sechste Rune im zweiten Ætt) mit dem Lautwert p und fehlt im altnordischen Runenalphabet.[1] Der rekonstruierte urgermanische Name bedeutet „Fruchtbaum“.[2]
      • ᛈ is the rune denoting the sound p (voiceless bilabial stop) in the Elder Futhark runic alphabet. It does not appear in the Younger Futhark.
        • The name is not comprehensible from Old English, i.e. no word similar to peorð is known in this language. According to a 9th-century manuscript of Alcuin (Codex Vindobonensis 795), written using the Gothic alphabet in Britain, the letters  p (based on a Greek Π) and  q (an inverted Π) are called "pairþra" and "qairþra", respectively. One of these names clearly is derived from the other. However, the names are not comprehensible in Gothic either, and it is not clear which is derived from which, although it is known that the Elder Futhark had a p, but no q rune. In any case, it seems evident that peorð is related to pairþra. The Anglo-Saxon futhorc adopted exactly the same approach for the addition of a labiovelar rune, ᛢ cƿeorð, in both shape and name based on peorð, but it is not known if the Gothic runes already had a similar variant rune of p, or if the labiovelar letter was a 4th-century creation of Ulfilas.
        • Looijenga (1997) speculates that the p rune arose as a variant of the b rune, parallel to the secondary nature of Ogham peith. The uncertainty surrounding the rune is a consequence of the rarity of the *p phoneme in Proto-Germanic, itself due to the rarity of its parent-phoneme *b in Proto-Indo-European.
  • Verwendung
    • p ist ein harter Verschlusslaut und steht auch im Internationalen Phonetischen Alphabet (IPA) für den stimmlosen bilabialen Plosiv. Am Wortende tritt in der Standardaussprache beim b Auslautverhärtung ein – Beispiele: rieb [ˈʁiːp]; Sieb [ziːp]; blieb [bliːp]. Das dazugehörige Fortis ist das P. Zusammen mit einem h wird es als „ph“ wie ein f gesprochen.
    • Beim Buchstabieren und in Abkürzungen wird es zusammen mit einem „e“ als „pe“ oder – im Anklang an das griechische Alphabet und zur deutlichen akustischen Unterscheidung vom Buchstaben „b“ – mit einem „i“ als „pi“ gesprochen.
    • p (englisch p für ''p''reliminary), das einer Wertangabe (Zahl) in einem Tabellenfach nachgestellt ist für „vorläufige Zahl
    • „p haissen die teutschen schreiber den plaser, hat gar ein klaine underschaid von b, wird eins für das ander genomen.“[3] „[…] das b und p wird gemachet mit den lebtzen, durch des athems gewalt aufgerissen, das einer den athem helt mit zůgespertem mundt, das er im die backen auftreibet wie einem pfeiffer, und läszt dann den athem durch geöffnete lebtzen faren; das p ist herter.“[4] Zitate nach dem Grimmschen Wörterbuch
    • Die Variant-Form ϖ der Minuskel (oder auch ϖ war bei den Byzantinern die übliche Schreibweise. Sie findet sich auch in den frühesten Drucken. Beide Formen, π und ϖ, waren seit dem Mittelalter nebeneinander gebräuchlich, auch heute noch wird die Form ϖ in griechischen Schreibschriften verwendet, als gedruckte Letter ist sie aber aus der normalen griechischen Schrift verschwunden. Heute ist der Einsatzbereich der Variante ϖ auf Mathematik, Physik, Astronomie und Technik begrenzt; sie stellt dort ein eigenständiges Zeichen dar.
    • siehe auch Pi und Verwendung

p, P

[1] P, der sechzehnte Buchstab des Deutschen Alphabetes, der zwölfte unter den Mitlautern, und der vierte unter den Lippenbuchstaben, welcher entstehet, wenn die fest geschlossenen Lippen mit Ausstoßung des Hauches geöffnet werden, da er denn einen härtern Laut gewähret, als das weichere verwandte b und noch gelindere w hat. Ist dieses p mit einem merklichen Blasen begleitet, so entstehet daraus das pf, davon an seinem Orte. Da die mit einerley Sprachwerkzeugen ausgesprochenen Buchstaben in allen Sprachen und Mundarten sehr leicht in einander übergehen, so widerfähret solches auch den Lippenbuchstaben. Beyspiele sind schon bey b, f und m gegeben. Das letzte wechselt besonders gern mit dem p ab. So sagt man so wohl Mandore als Pandore, pantschen als mantschen. Im Englischen lautet der verkürzte Nahme Maria im gemeinen Leben eben so oft Mall und Moll, als Pall und Poll. Aber nicht leicht werden zwey Buchstaben häufiger mit einander verwechselt, als b und p, welches selbst in einer und eben derselben Mundart allerley Ungleichheiten verursacht. Besonders lieben die Sächsischen Mundarten das weiche b, und die Oberdeutschen Mundarten das harte p; ja unter den letztern findet man ganze Provinzen, welche kein Anfangs B haben, sondern statt dessen alle Mahl ein P hören lassen, Paum, Piern, (Birn,) pey, Pruder; so wie Ihre alle mit einem P im Schwedischen sich anfangenden Wörter für ausländisch hält, weil die ältern Schweden kein Anfangs P kannten. Ja auch im Hochdeutschen ist man oft unschlüssig, ob man bicken oder picken, Buckel oder Puckel, Budel oder Pudel, Betze oder Petze u.s.f. schreiben und sprechen soll. Ich will ihm schon ein P vorschreiben, d.i. ich will es ihm schon verbiethen oder verwehren, ist eine im Niedersächsischen sehr gewöhnliche Redensart. Man leitet sie gemeiniglich von dem Anfangsbuchstaben der Lat. prohibere oder Poena her, zumahl da man in den Gerichten gemeiniglich bey Pön zu verbiethen pflegt.
Quelle: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 3. Leipzig 1798, S. 631.
Lizenz: Gemeinfrei
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