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Phö. 20 𐤓 rōš, Resch, Kopf
Ara. 20 ר Resch
Gri. 17 Ρ, ρ, (ϱ) Rho (ῥῶ
Etr.
Lat. 18 R, r
Rune 05. ᚱ raidō „Ritt, Wagen“ r
Dt. 18 R, r
- Ursprung
- Resch ist ein Konsonant, der sich von der stilisierten Darstellung eines Menschenkopfes im Profil herleitet. Im Griechischen wurde daraus der Buchstabe Rho. Lateinische Entsprechung: R.
- The original Semitic letter may have been inspired by an Egyptian hieroglyph for tp, "head".[citation needed] It was used for /r/ by Semites because in their language, the word for "head" was rêš (also the name of the letter). It developed into Greek 'Ρ' ῥῶ (rhô) and Latin R.
- In das etruskische Alphabet wurde das Rho als R übernommen. Auch die Etrusker schrieben den Buchstaben zum Teil mit, zum Teil ohne Ansatz. Als die Römer das etruskische Alphabet übernahmen, verwendeten sie die Version mit Ansatz, um es vom P unterscheiden zu können. Der Ansatz wuchs mit der Zeit und bis zur römischen Antike bis zur Grundlinie des Buchstabens. Auch wurde der Buchstabe wie im Griechischen gespiegelt, um ihn an die Schreibrichtung von links nach rechts anzupassen. In dieser Form ging das R in das lateinische Alphabet ein.
- Raidho (ᚱ) ist die fünfte Rune des älteren Futhark und des altnordischen Runenalphabets[1] mit dem Lautwert r. Der rekonstruierte urgermanische Name bedeutet „Ritt“ oder „reiten“. Er erscheint in den Runengedichten als altnordisch ræið, altenglisch rād bzw. gotisch reda.[2]
- *Raidō "ride, journey" is the reconstructed Proto-Germanic name of the r- rune of the Elder Futhark ᚱ. The name is attested for the same rune in all three rune poems, Old Norwegian Ræið Icelandic Reið, Anglo-Saxon Rad, as well as for the corresponding letter of the Gothic alphabet 𐍂 r, called raida. The shape of the rune may be directly derived from Latin R.
- Verwenung
- aus der Gruppe der Liquida.
- „R […], mit l, m und n die gruppe der flüssigen (semivocales) ausmachend. […] sein laut ist mit dem knurren eines hundes verglichen und ihm der name des hundsbuchstaben gegeben worden, lat. litera canina, und danach bei ICKELSAMER: […] das r, ist ain hundts buchstab, wann er zornig die zene blickt und nerret, so die zung kraus zittert. […] damit im zusammenhange verstärktes r als zornreizender laut: das spott- und reizungszeichen rrr! […]“ – Grimmsches Wörterbuch
- Im Deutschen gibt es mehrere Möglichkeiten der Aussprache des /r/: Es kann u. a. mit der Zungenspitze einfach oder mehrfach gerollt oder am Zäpfchen reibend erzeugt werden.[2] Heute wird /r/ meist als Zäpfchen-R [ʁ] (stimmhafter uvularer Frikativ oder Approximant) ausgesprochen. Ursprünglich wurde der R-Laut als „gerollter“ Zungenspitzlaut [r] (stimmhafter alveolarer Vibrant) gesprochen.
- Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts herrschte das alveolare R in den meisten Teilen Deutschlands vor. Heute überwiegt es vielerorts in der Sprache der ältesten Generation ländlicher Sprecher, während jüngere Sprecher das uvulare R verwenden.
- Die meisten Sprachen kennen die uvulare Variante des R nicht.
- das Zeichen für die Dichte, beispielsweise die Massendichte von Wasser (~) 1 Kilogramm pro Liter,
r, R [1]
Den hauchenden Sprachen und Mundarten, zu welchen auch die Alemannische und noch zum Theil die heutige Oberdeutsche gehöret, ist es sehr gewöhnlich, diesen schon an sich schweren Buchstaben noch durch einen Hauchlaut zu verstärken; hraube, rauben, hrizzan, reißen. Andere lassen den Hauch nachschleichen, Rhein, Rhenus.Im Hochdeutschen kennet man beyde Arten nicht; denn ob man gleich in fremden Wörtern das Rh beybehält, so schreibt man doch in ursprünglich Deutschen, z.B. Reede oder Rehde lieber ein bloßes r. Der einzige Rheinstrom macht hier eine Ausnahme, obgleich sein Nahme von dem veralteten reinen, fließen, abstammet, wovon rinnen und rennen Intensiva sind; indem man hier noch das h zum Andenken der Griechischen und Römischen Schriftsteller, die seinen Nahmen zuerst geschrieben haben, beybehält. Ältere Deutsche schrieben auch Hrein.
Das r ahmet vermöge seiner Natur eine jede zitternde Bewegung nach, worauf es denn figürlich auch gebraucht wird, eine kreisförmige, ja eine jede heftige und plötzliche Bewegung, eine schnelle Wiederhohlung, eine Intension, heftige Gemüthsbewegung u.s.f. auszudrucken. Beyspiele sind tremere, rasch, irren, die intensive und frequentative Endung -ern, Kreis, drehen, Ira, und tausend andere.
Die zitternde Bewegung der Zunge, mit welcher dieser Buchstab ausgesprochen wird, macht, daß seine Stelle in Ansehung des Vocals, von welchem er begleitet wird, nicht allemahl bestimmt genug ist, indem dieser, oft in einer und eben derselben Sprache, bald vorn bald hinten stehet. Für Brunn sagt man auch Born, [3] für brennen, bernen, Engl. to burn, daher Bernstein. Für das alte Byrn, ein Berg, findet man auch Brynn. Für pressen sagen die Niedersachsen perssen, für Rechen Harke. Harm und Gram sind vermuthlich Eines Ursprunges, so wie Dorf und Trupp, dreist und das alte dürsten, begierig seyn, drehen und tornare. Auch die Lateiner sagen acer und acris, cerno und crevi, Discrimen, burere und Piuna, germen und Gramen, Cranium, Griech. Καρινον u.s.f.
Sehr gewöhnlich ist, nicht allein in der Deutschen, sondern fast in allen Sprachen, die Verwechselung des r mit s, und noch mehr mit dem verwandten l. Beyspiele von der ersten Art sind Beere, und das Nieders. Besing, bey dem Ulphilas Basi; verlieren, ehedem verliesen, und Verlust; köhren und kiesen; Hase, Schwed. und Engl. Hare; befahren, fürchten, Schwed. fasa; frieren, ehedem friesen, Frost und Friesel; ich war, Nieders. was, gewesen, so wie die Lateiner für ero ehedem eso sagten; wer und quis; Rohr, bey dem Ulphilas Raus, Franz. Roseau; Aes und Aeris; Arena, bey den ältern Lateinern Asena; Ara ehedem Asa u.s.f. Von der zweyten Art, Maronke und Malonke, Pilgrim und Peregrinus, das Schweizerische Kilche für Kirche, Blocksberg und Brocksberg, Pflaume und Prunum, Herberge und das mittlere Lat. Alberga, und bey den Lateinern Furca,ehedem Fulca, anderer zu geschweigen, S. auch die Endungen -El und -er, -Eln und -Ern.
Seltener ist die Verwandelung des d und t in r, ob sie gleich den Meklenburgern sehr geläufig ist. Denn dort sagt man Varer für Vater, Maurer für Mutter, Jure für Jude, Lüre für Lüde, Leute, myn Lere für mein Lebetage.
- ↑ Quelle: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 3. Leipzig 1798, S. 903-904. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20000368962; Lizenz: Gemeinfrei; Faksimiles: 903 | 904
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