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y

aus AufEinWort, der freien Forschung
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Phö.

Ara.

Gri. 20 Υ, υ, (ϒ) Ypsilon (ὔ ψιλόν) Transkription y, bei αυ, ευ, ου: u

Etr.

Lat. 25 Y, y

Rune

Dt. 25 Y, y

  • Ursprung
    • Das Y war im ursprünglichen lateinischen Alphabet nicht vorhanden. Es wurde erst zur Zeit Sullas als 22. Buchstabe vor dem Z eingefügt und in lateinischen Texten nur zur Wiedergabe des Y in griechischen Lehnwörtern verwendet.
    • Die Bezeichnung Ypsilon stammt aus dem Griechischen und bedeutet „schlichtes i“ (ὔ – ψιλον; ψιλον – schlicht, einfach, kahl, leer, bloß).
    • In Latin, Y was named I graeca ("Greek I"), since the classical Greek sound /y/, similar to modern German ü or French u, was not a native sound for Latin speakers, and the letter was initially only used to spell foreign words.
    • Das Ypsilon ist einer der jüngsten Buchstaben im lateinischen Alphabet und teilt sich einen Großteil seiner Geschichte mit dem U, dem V und dem W (und dem F). Es hat seinen Ursprung im phönizischen Buchstaben Waw, der den Lautwert [w] hatte. Ins griechische Alphabet wurde der Buchstabe als Ypsilon übernommen, der ursprünglich auch den Lautwert [u] hatte. Auf dem Weg über die Etrusker wurde daraus das lateinische U.
    • Das klein geschriebene griechische Ypsilon sieht im Gegensatz zur Lateinischen Schrift fast so aus wie ein klein geschriebenes lateinisches U.
      • Im griechischen Alphabet existiert kein Buchstabe, der dem U-Laut entspricht.
      • Stattdessen wird er durch die Abfolge eines Omikrons und eines Ypsilons wiedergegeben.
      • Bei im Prinzip fehlerhaften Transkriptionen aus dem Griechischen in lateinischer Schrift sieht man daher oft statt eines einfachen „u“ ein „ou“, obwohl es sich nur um einen U-Laut handelt.
      • Bis zum 1. Jahrhundert v. Chr. hatte sich infolge des Sprachwandels der Lautwert des griechischen Ypsilons jedoch gewandelt, es stand nun für den Laut [y] (wie ü in „Lüge“). Als die Römer um diese Zeit begannen, verstärkt griechische Begriffe zu verwenden, behalfen sie sich zuerst mit der Umschreibung mit U, fügten jedoch dann das Ypsilon an das Ende ihres Alphabets hinzu.
      • Old English borrowed Latin Y to write the native Old English sound /y/ (previously written with the rune yr ᚣ).
      • The form of the modern letter Y is derived from the Greek letter upsilon. The Romans first borrowed a form of upsilon – directly from the Greek alphabet, or from the Etruscan alphabet – as the single letter V, which represented both the vowel sound /u/ and the semivowel consonant sound /w/. (In modern written Latin, V is typically distinguished from U.) This first loaning of upsilon into Latin is not the source of the Modern English Y (instead, it is the source of Modern English U, V, and W).
        • The usage of the Greek Y form of upsilon as opposed to U, V, or W, dates back to the Latin of the first century BC, when upsilon was introduced a second time, this time with its "foot" to distinguish it. It was used to transcribe loanwords from the prestigious Attic dialect of Greek, which had the non-Latin vowel sound /y/ (as found in modern French cru (raw), or German grün (green)) in words that had been pronounced with /u/ in earlier Greek. Because [y] was not a native sound of Latin, it was usually pronounced /u/ or /i/.[citation needed] Some Latin words of Italic origin also came to be spelled with 'y': Latin silva ('forest') was commonly spelled sylva, in analogy with the Greek cognate and synonym ὕλη.
      • But, by the time of Middle English, /y/ had lost its roundedness and became identical to I (/iː/ and /ɪ/). Therefore, many words that originally had I were spelled with Y, and vice versa.
      • It may be observed that a similar merger of /y/ into /i/ happened in Greek around the beginning of the 2nd millennium, making the distinction between iota (Ι, ι) and upsilon (Υ, υ) purely a matter of historical spelling there as well.
      • As a consonant in English, Y normally represents a palatal approximant, /j/ (y''ear, German J''ahr). This use was possibly influenced by the Middle English letter yogh (Ȝȝ), which could represent /j/. (Yogh could also represent other sounds, such as /ɣ/, which came to be written gh in Middle English.)
      • When printing was introduced to Great Britain, Caxton and other English printers used Y in place of Þ (thorn: Modern English th), which did not exist in continental typefaces. From this convention comes the spelling of the as ye in the mock archaism Ye Olde Shoppe. But, in spite of the spelling, pronunciation was the same as for modern the (stressed /ðiː/, unstressed /ðə/). Pronouncing the article ye as yee (/jiː/) is purely a modern spelling pronunciation.[8]
  • Verwendung
    • Wie das prinzipiell bei jedem Vokalbuchstaben möglich ist, steht y als Vokalbuchstabe in den Schreibsystemen moderner Sprachen teils für einen oder mehrere Vokale, teils je nach Stellung für Vokale oder einen Konsonanten (so im Englischen). In einigen Sprachen wird y aber auch als Konsonantenbuchstabe verwendet (so im Türkischen). y kommt auch als Bestandteil fester Zeichenkombinationen (Digraphen) für einzelne Phoneme vor (so im Ungarischen).
    • Im Deutschen wird y vorwiegend in Lehn- und Fremdwörtern verwendet und hat dann (üblicherweise und annähernd) den Lautwert der Herkunftssprache. In deutschen Eigennamen (Sylt, Pyhrn) ist die grundlegende Aussprache bei vokalischer Verwendung (langes/geschlossenes oder kurzes/offenes) [y] , also identisch mit ü; im unbetonten Auslaut jedoch [i] (wie beim Namen Willy). Bei einer Verwendung als Konsonant oder Halbvokal ist die Aussprache dann [j] .
    • Im Frühneuhochdeutschen und im Mittelniederländischen wurde der lange [iː]-Laut bisweilen als ij wiedergegeben. Dies entspricht einem ii, doch die Verdoppelung des Buchstabens i wurde vermieden, indem das j verwendet wurde, das damals noch eine freie Variante des i war. Dieses ij sah gleich aus wie ein ÿ und konnte deshalb durch dieses ersetzt werden (beispielsweise frÿ ‚frei‘). Das ÿ wurde wiederum wegen seiner Ähnlichkeit mit dem griechischen Ypsilon gleichgesetzt. Auf diese Verwendung geht das in alemannischen Namen übliche y zurück, das ein [iː] bezeichnet (beispielsweise Schwyz, Mythen).
    • Seit der Spätantike wird das Ypsilon im Griechischen (Υ/υ) als [i] ausgesprochen, bezeichnet also denselben Laut wie i. Daher und durch den Gebrauch griechischer Fremdwörter (bzw. auf griechischem Vorbild aufgebauter Kunstwörter) gibt es in den heutigen Orthographien anderer Sprachen sehr verschiedenartige Verwendungen des y:
      • y als Variante des Buchstabens i (z. B. Englisch, Französisch, Spanisch): Insbesondere wird das y am Wortende anstelle eines i verwendet (z. B. engl. happ''i''ness – happ''y oder span. re''i''na – re''y). Ähnliche Tendenzen gab es bis ins 18. Jahrhundert auch in der deutschen Rechtschreibung; am längsten halten konnte sich diese Verwendung bei der Unterscheidung der Wörter sein – seyn (mit y wegen der Form sey), die bis ins 19. Jahrhundert üblich war.
      • y als Konsonant: Im Englischen und in englischen Transkriptionen nichtenglischer Namen hat das y am Wort- und Silbenanfang den Lautwert des deutschen j, z. B. yes, yellow; Yekaterinburg (deutsch Jekaterinburg).
      • y nur als Bestandteil von Digraphen (z. B. Katalanisch, Ungarisch): Als an sich nicht gesprochener Buchstabe wird das y zur Modifikation anderer Buchstaben verwendet, z. B. im Digraph ny für [ɲ].
      • y als Bezeichnung spezieller Laute (z. B. Finnisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Polnisch, Niedersorbisch, Obersorbisch, Walisisch).
      • Keine Verwendungen von y außer in Fremdwörtern und (geografischen und Familien-) Namen (z. B. Deutsch, Italienisch, Portugiesisch).
      • Seit Einführung des Buchdrucks ist das y manchmal als Ersatz für ähnliche Buchstaben bzw. Buchstabenkombinationen verwendet worden, so im Englischen anstelle eines þ (beispielsweise ye olde shoppe statt þe/the olde shoppe „der alte Laden“) oder im Frühneuhochdeutschen und Niederländischen anstelle eines ij (siehe oben).
    • Im Griechischen wandelt sich die Lautbedeutung des Ypsilons in Kombination mit anderen Vokalen. „Ου“ (o+y) wird als U gesprochen, „αυ“ (a+y) neugriechisch als „af“ und „ευ“ (e+y) als „ef“. Das griechische Präfix „αυτο-“ wird beispielsweise somit „afto“ gesprochen.
    • In der heutigen deutschen Rechtschreibung
      • wird das y fast ausschließlich in Fremdwörtern und Eigennamen verwendet.
      • Bei griechischen Fremdwörtern hat sich unter dem Einfluss der Schulbildung die Aussprache [y ʏ] (ü) weitgehend durchgesetzt (beispielsweise Typ, Xylophon).
      • Noch im früheren 19. Jahrhundert war hingegen die Aussprache [i] üblich.
      • Im Schweizer Hochdeutsch ist in gut eingebürgerten griechischen Fremdwörtern die Aussprache [i] bis heute üblich, beispielsweise in Asyl, Ägypten, Forsythie, Glyzerin, Glyzinie, Gymnasium, Gymnastik, Hydrant, Lydia, Zylinder, neben [ʏ] auch etwa in Physik, Psychologie, Pyramide, System.[3]
      • In Fremdwörtern aus anderen Sprachen wird im Allgemeinen die fremde Aussprache übernommen, z. B. bei englischen Fremdwörtern als [i] (meist Wortende, beispielsweise Party, Hobby) oder [aɪ] (beispielsweise Nylon), und am Wortanfang vor weiterem Vokalbuchstaben als [j] (beispielsweise Yen, Yoruba, Yo-Yo).
      • In Eigennamen (Familien- und geografischen Namen) wird y teils wie ü gesprochen (Sylt, Thyssen, Byhleguhre-Byhlen), teils als i (Kyffhäuser, Gysi).
      • In alemannischen Namen wird das y regelmäßig als geschlossenes [i(ː)] ausgesprochen, beispielsweise in Schwyz oder Mythen, denn diese Verwendung geht auf das ij zurück (siehe oben).
      • Ferner kommt das y als Variante von unsilbischem i (als Bestandteil von Diphthongen) in verschiedenen Namen vor, beispielsweise in Speyer, sowie in Fremdwörtern wie „loyal“ oder „Boykott“.
      • Ansonsten war es bis Ende des 19. Jahrhunderts in den Diphthongen ey und ay weit verbreitet, dann wurden diese Schreibungen jedoch, von Eigennamen und Fremdwörtern abgesehen, durch ei und ai ersetzt.
      • Im Schreibgebrauch der Kanzleien wurde bis ins 19. Jahrhundert der Buchstabe y auch als Kürzel für die lateinische Endung -us verwendet.[4]
      • In Eigennamen kann y auch Bestandteil von anderen, sonst unüblichen Mehrgraphen sein: in uy (neben ui) für langes ü (z. B. Huy) oder für eu (Gruyter), in oey für langes ö (Oeynhausen).

y, Y [1]

[2] Y,
  • der fünf und zwanzigste Buchstab des Deutschen Alphabets,
  • und der achte unter den Vocalen, oder Hülfslauten,
  • in dessen Figur eigentlich zwey ganz verschiedene Laute vereiniget sind.

1. In Wörtern, welche aus dem Griechischen und Lateinischen herstammen,

  • vertritt es die Stelle des υ und y,
  • und wird alsdann mit Recht Ypsilon genannt,
    • welchen Nahmen es schon bey den Griechen führte.
  • Es ist alsdann ein einfacher Vocal,
    • welcher mit unserm ü überein kommt,
    • oder vielmehr einen Mittellaut zwischen dem ü und i hat:
      • Sylbe, System, synthetisch.
    • Das Gesetz der nächsten Abstammung erfordert es, diesen Vocal in allen den Fällen zu behalten, wo die Ursprache ihn einmahl aufgenommen hat.

2. In eigentlich Deutschen Wörtern ist es ein Zeichen eines gedehnten i, doch nur in einigen wenigen Fällen, und zuweilen auch eines j nach dem o und u.

(1) Eines gedehnten i, in welcher Gestalt es nur noch in zwey Fällen gebraucht wird. (a) Am Ende eines Wortes, nach einem a und e, da es denn nicht anders als ai und ei lautet; Bay, May, bey, Ey, vielerley, zwey, drey, Tändeley. (b) In abgeleiteten Wörtern, wenn sich die Wurzel auf ay oder ey endigte: beyde, schreyen, zweytens, meynen, welches doch jetzt am häufigsten meinen geschrieben wird, weil die Wurzel mey längst veraltet und verdunkelt ist. So auch in dem Verbo seyn, welches nicht, wie gemeiniglich geglaubt wird, bloß zum Unterschiede von dem Pronomine sein mit einem y geschrieben wird, sondern weil es vermittelst der Ableitungssylbe des Infinitives, en oder n, von einer alten Wurzel sey gebildet ist.

(2) Eines j am Ende der Wörter und Sylben, nach o und u: Hoya, Hoyerswerda, Boy, huy, pfuy. Allein dieser Gebrauch ist, die eigenen Nahmen allenfalls ausgenommen, im Hochdeutschen veraltet, und man gebraucht dafür richtiger das j: Boj, huj, pfuj.

Ehedem wurde dieses y weit häufiger, und fast ohne Unterschied Statt eines gedehnten i gebraucht, sowohl zu Anfange der Wörter, Ygel, Yüden, yetzt; als auch in der Mitte und am Ende: July für Julii, der Mayn, Maynz, nye, Neyd, Gewyssen, Zweyfel, Eyd, u.s.f. bis die neuere Hochdeutsche Mundart es auf die eben gedachten Fälle einschränkte.

Es ist sehr wahrscheinlich, daß dieses y, welches mit dem Ypsilon der Griechen und Lateiner nichts als die zufällige Figur gemein hat, aus einem i und j entstanden ist, und seinen Grund in einer veralteten Aussprache hat, welche dem gedehnten i gern noch ein j nachschleichen ließ, so wie noch manche gemeine Mundarten allerleij, oder wohl gar allerleije, und die Niedersachsen Fijend, für Feind, sprechen. Da man ehedem alle Schattirungen der provinziellen Aussprache auch durch die Schrift auszudrucken suchte, so war nichts leichter, als daß ij in y zusammen gezogen wurden, daher man es auch in den niedern Schulen das ii nennet, und es durch zwey darüber gesetzte Puncte von dem Ypsilon unterscheidet.


Die Ursache, warum die neuere Hochdeutsche Schriftsprache dieses y noch in den gedachten Fällen beybehalten hat, scheinet mir in einer dunkelen Empfindung der Anständigkeit zu liegen. Das i ist der kleinste Buchstab, der den wenigsten Körper hat, und daher auch unfähig scheinen kann, einen gedehnten Laut zu bezeichnen. Um dieser Ursache Willen hat man ihm auch in andern Fällen das h und e zugesellet, um die Dehnung auszudrucken: ihm, ihr, siehe, Liebe; und aus eben der Ursache bezeichnete man diese Dehnung am Ende eines Wortes durch das ij oder y. Es hat also die Figur wirklich einen Grund, und einen Grund, der so verächtlich gewiß nicht ist, als viele glauben, die dieses y überall verbannet, und durch i ausgedruckt wissen wollen. Ich sehe daher nicht ein, was man damit ersparen oder dadurch gewinnen will. Es ist eine bekannte Regel, daß sich ein Vernünftiger ohne Noth nie von einer unschädlichen und unschuldigen Gewohnheit entfernen soll; am wenigsten in der Sprache, wo die Verletzung des Conventionellen selbst in der Orthographie sowohl die Einheit, als möglichste Klarheit, störet. Neuerungen dieser Art haben, mit dem Quintilian zu reden, keinen andern Grund, als Insolentiam quandam & frivolam in parvis jactantiam.
  1. ↑ Quelle: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 4. Leipzig 1801, S. 1640-1641. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20000543403; Lizenz: Gemeinfrei; Faksimiles: 1640 | 1641; Kategorien: Lexikalischer Artikel
  2. ↑ [1640]